Vertreter beider Staaten gingen entlang der wichtigen Autostraße М4 auf Streife. Die Route wurde nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums jedoch verkürzt.

Terroristen versuchten laut der Behörde, Frauen und Kinder als „menschlichen Schutzschild“ zu benutzen.

„Der türkischen Seite wurde mehr Zeit gegeben, um Maßnahmen zur Neutralisierung der Terrorgruppen und zur Gewährleistung der Sicherheit für eine gemeinsame Patrouille der Straße M4 zu ergreifen“, hieß es aus Russlands Verteidigungsamt.

Eskalation in Idlib

Die Lage in der syrischen Provinz Idlib hatte sich verschärft, nachdem die Terrormiliz Hayat Tahrir al-Sham * am 27. Februar eine großangelegte Offensive gegen Stellungen der syrischen Regierungstruppen gestartet hatte. Von dem Gegenfeuer der Regierungsarmee waren neben den Terroristen auch türkische Armeeangehörige betroffen, die eigentlich nicht in der Region hätten anwesend sein sollen. 36 türkische Soldaten starben, weitere 30 wurden verletzt.

Daraufhin startete die Türkei mit „Frühlingsschild“ eine neue militärische Operation im Nordwesten Syriens.

Russland macht die Türkei, die ihren Verpflichtungen aus dem russisch-türkischen Memorandum von 17. September 2018 nicht nachgekommen sein soll, für die Zuspitzung der Lage in Idlib verantwortlich. So habe die Türkei es nicht geschafft, die bewaffneten Oppositionellen, die zu einem Dialog mit der syrischen Regierung bereit sind, von den Terroristen abzugrenzen.

Am 5. März hatten der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan nach mehrstündigen Verhandlungen in Moskau eine Vereinbarung zu Syrien unterzeichnet. Darin bekräftigten sie ihr Bekenntnis zum „Astana-Format“, riefen eine Feuerpause aus und einigten sich auf gemeinsame Patrouillen entlang der wichtigen Verkehrsader М4, die von Kämpfern kontrolliert wird.

*Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

mo/sb/sna

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