Erstmals seit 9/11: Mobile Leichenhäuser rollen auf die Straßen von New York

Im Vorgriff auf einen erwarteten Anstieg der COVID-19-Opfer rüstet die US-Stadt New York mit mobilen Kühllastern auf. Zum letzten Mal hatte die Metropole nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 zu derart drastischen Maßnahmen gegriffen.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten wurde New York zum Epizentrum der nationalen Gesundheitskrise. Von den mittlerweile insgesamt 86.012 bestätigten Infektionen in den USA entfallen über 23.000 auf die Millionenmetropole. Unter den 1.301 US-Todesopfern sind ferner 365 New Yorker. Aufgrund anhaltend steigender Todesraten wurden am Donnerstag außerhalb zweier New Yorker Krankenhäuser, die die meisten Corona-Patienten empfangen haben, provisorische Leichenhallen angebracht, berichteteCNN.  

Laut einer Sprecherin der New Yorker Rechtsmedizinbehörde sollen die mobilen Kühllaster und Zelte allerdings nur dann eingesetzt werden, wenn die lokalen Leichenhäuser an ihre Kapazitätsgrenze gelangen sollten. In diesem Fall dürften in den provisorischen Anlagen bis zu 3.600 Leichen aufbewahrt werden können, im Gegensatz zu Platz für zusammengerechnet circa 900 Tote in den Leichenhallen aller fünf Stadtbezirke von New York.

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