„Die Europäische Union missbilligt die Tatsache, dass die US-Entscheidung eines Einreisestopps einseitig und ohne Rücksprache getroffen wurde“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und des Ratspräsidenten Charles Michel.

Das Coronavirus sei eine globale Krise, die nicht auf einen Kontinent begrenzt sei und Zusammenarbeit statt einseitiger Aktionen nötig mache, heißt es weiter.

Zudem versicherten sie, dass die Europäische Union ersthafte Schritte unternehme, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen.

Trumps Einreiseverbot für Europäer

Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, ab dem 13. März die Grenzen für Reisende aus Europa für 30 Tage zu schließen. Gleichzeitig warf er der EU vor, nicht genug gegen die Coronavirus-Krise getan zu haben.

Coronavirus-Fälle

Bislang sind mindestens 37 Menschen in den Vereinigten Staaten an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Nach einer Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore sind inzwischen mehr als 1100 Menschen in den USA mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. In mehr als 100 Ländern  haben sich bereits rund 120.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Mehr als 4000 Menschen von ihnen sind gestorben. 

Schengen-Raum

Der sogenannte Schengen-Raum umfasst 26 Länder: 22 EU-Mitgliedstaaten und vier weitere europäische Länder.

Sechs EU-Länder sind nicht Teil des Schengen-Raums: Irland und das Vereinigte Königreich verfügen über Ausnahmeregelungen und bilden ein gemeinsames Reisegebiet. Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Zypern sollen dem Schengen-Raum noch beitreten.

Obwohl Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein nicht Mitglied der EU sind, gehören sie ebenfalls zur Schengen-Zone.

ns/ae

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