Öl produzierende Länder würden jetzt schon vor dem Hintergrund des billigen Öls auf das Problem mangelnder Speicherkapazitäten stoßen. Im April würde die Ölnachfrage um weitere 15 bis 20 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen, hieß es.

Nach Einschätzung des Beratungsunternehmens IHS Markit wird die Branche schon Mitte des Jahres kaum noch Lagerkapazitäten haben. Das Unternehmen Energy Aspect Ltd. prognostiziert den Fall des Ölpreises auf zehn US-Dollar je Barrel – das würde der tiefste Stand seit 20 Jahren sein.

Die Ölkrise solle aber Experten zufolge zu grundsätzlichen Änderungen in der globalen Energiebranche führen. Goldman Sachs schließt nicht aus, dass die Nachfrage nach Kohlenwasserstoffen nach der Krise nie mehr auf den früheren Stand zurückkommen wird – und das wegen der Popularität der grünen Energie und umweltfreundlicher Energiequellen.

Die Ölnachfrage brach 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie und einer weltweiten Verlangsamung der Geschäftstätigkeit ein. Anfang März haben Russland und Saudi-Arabien die Lage verschärft – sie konnten sich nicht auf eine Verlängerung des OPEC+-Deals einigen und zogen sich aus der Vereinbarung zurück, die am 1. April auslief. Infolgedessen sind die Preise für die Öl-Sorte Brent WTI auf den Tiefststand seit 2002 gefallen. Die russische Sorte Urals fiel im Preis auf das Niveau von 1999. 

om/mt

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