Obwohl sich die Folgen der rasanten Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit enorm auf den Zustand der deutschen Wirtschaft auswirken, stelle dies laut dem BaFin-Chef Felix Hufeld die Stabilität des Finanzsystems nicht in Frage.

„Aktuell stellt Corona eine erhebliche Belastung, für die Finanzbranche aber kein systemisches Risiko dar“, unterstrich Hufeld.

Allerdings müssten Banken achtsam bleiben und es solle herausgefunden werden, in welchem Sektor die Wahrscheinlichkeit der Kreditausfälle am höchsten sei. Hufeld betonte aber, dass die in der vergangenen Woche von der Bundesregierung angekündigten Maßnahmen vor möglichen Kreditausfällen und Firmenpleiten schützen könnten.

Auch die Aussichten für die Versicherungsbranche betrachtet der BaFin-Chef als relativ positiv.

„Selbst wenn beispielsweise ein Großereignis wie die Olympischen Spiele in Tokio abgesagt werden müsste, wäre das zwar ein großer Schaden, aber noch kein ernsthaftes Solvenzrisiko“, betonte Hufeld.

Bundesregierung trifft Stützungsmaßnahmen

Zuvor hatte die Bundesregierung im Kampf gegen die massiven wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie Stützungsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählt die Entscheidung, deutsche Unternehmen mit unbegrenzten Kreditprogrammen zu helfen. Zudem will die Regierung den Unternehmen mit Steuererleichterungen unter die Arme greifen.

Außerdem hatte Deutschland wegen des Coronavirus ab 16. März an den Grenzen zu Frankreich, Österreich, zur Schweiz sowie zu Luxemburg und Dänemark stationäre Kontrollen eingeführt.

ac/mt/rtr

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.