Ein geschlossenes Restaurant in Paris (Symbolbild)

Die COVID-19-Krise hat Frankreich den schlimmsten Wirtschaftsabschwung seit dem Zweiten Weltkrieg beschert. Die Auswirkungen der Pandemie sollen laut dem Finanzminister des Landes sogar die Folgen der globalen Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 übertreffen.

Frankreich wird in diesem Jahr wahrscheinlich aufgrund der Corona-Pandemie den schlimmsten Wirtschaftsabschwung seit dem Zweiten Weltkrieg erleben. Das erklärte der französische Finanzminister Bruno Le Maire. Am Montag sagte er bei einer Telefonkonferenz zu einer Anhörung vor dem Senat:

Wir werden wahrscheinlich mehr als 2,2 Prozent wie im Jahr 2009 verlieren. Dies zeigt das Ausmaß des wirtschaftlichen Schocks, dem wir ausgesetzt sind.

Frankreich ist die von COVID-19 am fünftstärksten betroffene Nation der Welt. Die Zahl der pandemiebedingten Todesfälle hat im Land 12.000 überschritten, bei mehr als 117.000 registrierten Infektionen.

Die französische Regierung schätzte im vergangenen Monat in ihrem aktualisierten Notfallbudget, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr um ein Prozent schrumpfen würde. Inzwischen deutete man aber an, dass diese Zahl korrigiert werden müsse.

Als Teil ihrer Krisenmaßnahmen bereitete die Regierung ein 45 Milliarden Euro Hilfspaket vor, um jene Unternehmen finanziell zu unterstützen, die keine Arbeitnehmer entlassen. Die Fristen für Steuern und Kreditrückzahlungen wurden verschoben, während weitere 300 Milliarden Euro an staatlich garantierten Krediten an in Schwierigkeiten geratene Unternehmen vergeben werden.

Frankreich setzt sich für einen gemeinsamen EU-Fonds ein, um den Mitgliedsstaaten in der COVID-19-Krise zu helfen. Der von Le Maire vorgeschlagene Fonds würde zu weiteren milliardenschweren Rettungspaketen hinzukommen, die von der EU und den Institutionen der Eurozone ausgehandelt werden.

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