In ihrem Kommentar mit dem Titel „Hat Joe Biden Demenz? Spielt das eine Rolle?“ bezeichnet Bauer solche Mutmaßungen als „Spekulationen“. Der Artikel wurde zwar schon gelöscht, ist aber im sogenannten Browser-Cash erhalten geblieben.

Die Autorin erinnert an den Test Montreal Cognitive Assessment, welcher leichte kognitive Beeinträchtigungen bzw. Demenz erkennen kann und den US-Präsident Donald Trump im Jahr 2018 „mit links geschafft“ habe. Dieser Test tauge aber kaum, um festzustellen, wie klug oder weise ein Mensch sei, fügt Bauer hinzu. Er sei jedoch tatsächlich sehr effektiv, um Demenz zu diagnostizieren.

Wenn also Bidens Entgleisungen und Ausraster einfach nur im „Bidens Stil” seien, dann gebe es eine einfache Antwort: Biden könne den Test genauso leicht wie Trump bestehen. Und dann würden „alle die Klappe halten“, so Bauer. Es sei aber auch möglich, dass die Vorwürfe der Republikaner, Biden sei gegen seinen Willen in dieses Rennen hineinmanipuliert worden, wirklich begründet seien.

Doch ob Biden tatsächlich dement ist oder nicht spielt laut Bauer für die Wähler keine Rolle, weil viele von ihnen Biden als „Platzhalter“ für einen moderaten Demokraten betrachten würden. Sie seien daher bereit, ihre Stimmen für ihn abzugeben – in dem Wissen, dass allein sein Alter die Wahrscheinlichkeit senke, dass er es eine ganze Amtszeit als Präsident schaffen werde.

Später wurde der Kommentar allerdings von der Seite entfernt – ohne Angabe von Gründen.

Der 77-jährige Biden ist mehrmals mit seinem etwas sonderbaren Verhalten aufgefallen. So hat er beispielsweise vor Kurzem behauptet, seit 2007 seien insgesamt 150 Millionen US-Bürger infolge von Schusswaffen-Einsatz gestorben. Zudem sind im Internet zahlreiche Videos zu finden, in denen Biden Frauen bzw. Mädchen körperlich viel zu nahe kommt oder sie lange berührt.

So hatte die demokratische Ex-Politikerin Lucy Flores aus Nevada 2019 in einem Beitrag für das „New York“-Magazin geschrieben, dass sich Biden ihr vor einem gemeinsamen Auftritt 2014 von hinten genähert, ihre Schultern berührt und dann ihren Hinterkopf geküsst habe. Wenige Tage später berichtete Amy Lappos, eine frühere Mitarbeiterin eines demokratischen Abgeordneten, dass der damalige Vizepräsident 2009 mit beiden Händen ihr Gesicht umfasst und seine Nase an ihrer gerieben habe.

Biden entschuldigte sich später dafür und versprach, künftig „viel mehr“ darauf zu achten, die Intimsphäre anderer Personen zu respektieren.

ta/gs

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