Es ist in etwa so bei der neuen Tarnmethode, als hätte das Radar des Gegners nichts als Luft auf dem Schirm. ANASTASIA heißt das Projekt, in dessen Rahmen russische und italienische Physiker eine neue Theorie aufgestellt haben, die das Stealth-Verfahren der Zukunft begründen könnte, schreibt das Portal „Popular Mechanics“.

Dazu haben sich Wissenschaftler dreier renommierter Forschungseinrichtungen zusammengetan: Forscher der National University of Science and Technology in Moskau (MISiS), des Wissenschaftlich-technologischen Zentrums für Feingerätebau der Russischen Akademie der Wissenschaften (NTZ UP RAN) und der Polytechnic University of Turin.

„Die Stealth-Tarnung, die heute verwendet wird, ist längst nicht perfekt. Die Tarnbeschichtung ist kostenintensiv und benötigt, um optimal zu wirken, möglichst gerade Flächen. Deshalb werden bei einem Flugzeug zum Beispiel aerodynamische Eigenschaften zugunsten der Tarnkappenfähigkeit geopfert. Dabei lässt das absorbierte Signal immer noch einen Schatten zurück: ein Echo, das von feineren Sensoren aufgespürt werden kann“, erklärt Projektleiter von der MISiS, Alexej Bascharin.

Die Aufgabe des Forscherteams sei es gewesen, „Festkörpern beizubringen, das Signal nicht zu reflektieren, sondern durchzulassen“, indem Magnetfelder in besonderem Zustand erzeugt würden. „Wir haben eine allgemeine Unsichtbarkeitstheorie dafür entwickelt und in ein mathematisches Modell umgewandelt“, so der Wissenschaftler.

Die Ergebnisse dieser Arbeit sind laut dem Forscher in der Fachzeitschrift „OpticsExpress“ veröffentlicht worden. Die neue Technologie könne nicht nur zur Tarnung von Großgerät verwendet werden, sondern auch zum „Unsichtbarmachen“ von Mikro- und Nanoelektronik.

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