Als hätte Naidoo derzeit nicht genug negative Medienpräsenz, kursiert seit Kurzem ein weiteres merkwürdiges Video des Sängers im Netz. Darin teilt er seine Gedanken mit und offenbart sein Gespür für okkulte Zeichen.

„Es ist heute der 20. September, ein sogenannter Friday for Future, FFF. Dreimal F. F ist am sechsten Platz im Alphabet.“

​Damit der Zuschauer auch hinterherkommt, ist zu sehen, wie er mit den Fingern bis sechs zählt und anschließend sagt: „In dem Fall 666. Da weiß man auch wieder, wer dahintersteckt.“

Naidoo bezieht sich damit auf die  biblische Zahl 666, die in der Offenbarung des Johannes für den Antichristen steht.

Ferner wendet sich Naidoo gegen den Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und den Astrophysiker Harald Lesch, mit denen er anscheinend noch eine Rechnung zu begleichen hat. Die beiden Wissenschaftler würden, so Naidoo, „auf jeden Fall noch von mir zu hören bekommen“.

Zum Schluss kommt Naidoo noch auf seine Autos zu sprechen. Er besitze „viele“ und würde „kein einziges davon verschrotten wegen einer Klimahysterie, die vor Gericht keine Chance“ habe. Dann wendet er sich direkt an die zuvor genannten Wissenschaftler: „Ihr seid Lügner, ihr bleibt Lügner. Und: Kommt. Wir gehen vor Gericht, und dann klären wir das dort.“

Das Video des Sängers fand schnell Aufmerksamkeit. Unter anderem wurde es vom deutschen Satiriker Jan Böhmermann auf Twitter geteilt, der von der teuflischen Zahlenkombination sichtlich fasziniert war. 

„CORONA: zählt mal die Buchstaben! C O R O N A = 6 Buchstaben!! Und wie viele Leute sind nach Xaviers Abgang noch in der DSDS-Jury? Richtig: 3! Und jetzt kommt‘s: Schreibt bitte 3 mal 6 auf einen Zettel! Das ist ein Hinweis, wer dahinter steckt – hinter ALLEM!“

Ärger um Video

Am Mittwoch geriet Naidoo für ein Video in die Kritik, in dem er ein Lied mit umstrittenen Textzeilen singt. Darin heißt es unter anderem, dass „jeden Tag ein Mord geschieht“, bei dem „der Gast dem Gastgeber“ das Leben stehle. Dem Sänger wurde daraufhin Rassismus vorgeworfen.

Das Video hatte für Naidoo Konsequenzen. Bereits am Mittwoch teilte der Fernsehsender „RTL“ seine Entscheidung mit, die Zusammenarbeit mit dem Sänger zu beenden. Zuvor war Naidoo Jury-Mitglied in der RTL-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“.

Unter anderem hat das Unternehmen „Human Blood LTD“  eine Strafanzeige gegen Naidoo bei der Kölner Staatsanwaltschaft eingereicht. Der Vorwurf lautet Verdacht auf Volksverhetzung. Laut Medienberichten prüft  die Kölner Staatsanwaltschaft zunächst die Zuständigkeit. Erst danach werde entschieden, ob ein Straftatbestand bestehe.

mka/gs

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