Zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes aus Ettlingen (Baden-Württemberg) sollen einen Überflall auf den eigenen Geldtransporter inszeniert haben. Dabei ging es um eine Beute in Höhe von rund 825.000 Euro.

Vor Gericht räumten beide am Dienstag ein, die fingierte Tat im Raum Karlsruhe ausgeheckt und die Polizei ebenso belogen zu haben wie ihr ehemaliges Unternehmen. Bisher widersprechen sich die Ex-Kollegen bei ihren Darstellungen des Ablaufs.

Raub nach Hollywood-Manier

Der Zwischenfall spielte sich im vergangenen Sommer ab. Für anfängliches Rätselraten bei den Ermittlern sorgte die Tatsache, dass von den mutmaßlichen Geldräubern jede Spur fehlte.

Die Angeklagten hatten zunächst behauptet, sie seien an der Autobahn fünf von falschen Polizisten in einem zivilen Auto angehalten und auf einer schmalen Straße ausgeraubt worden. Das Geld hatten sie zwischendurch in einem abgestellten Auto deponiert, um es später in Sicherheit zu schaffen.

Den Geldboten drohen mehrere Jahre Haft

Bei Durchsuchungen fanden die Beamten bei den Verdächtigen hochwertige Gegenstände wie E-Bikes, Schmuck, Uhren und Fernseher, die erst kurz vorher gekauft worden waren. Ein Großteil der Beute – sowohl Bargeld als auch Gold – wurde sichergestellt.

Die Vorwürfe lauten auf Diebstahl mit Waffen und Vortäuschen einer Straftat. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten mehrjährige Haftstrafen.

mo/mt/dpa

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