In der vom Richter Anthony Trenga unterzeichneten Anordnung des Gerichts in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia hieß es, Mannings Aussage vor dem Geschworenengericht sei nicht länger notwendig.

Eine gegen Manning verhängte Geldstrafe von 256.000 US-Dollar bleibt jedoch in Kraft.

Selbstmordversuch

Am Mittwoch hatten Mannings Anwälte mitgeteilt, dass die Whistleblowerin versucht habe, sich im Gefängnis das Leben zu nehmen. Sie wurde demnach in ein Krankenhaus gebracht, um sich dort zu erholen.

Manning sitzt seit Mai 2019 wegen Missachtung des Gerichts in Beugehaft. Sie hatte sich geweigert, über den Gründer der Enthüllungs-Plattform Wikileaks, Julian Assange, auszusagen. Mannings Anwälte haben ihre Freilassung beantragt.

Barack Obama begnadigte die Whistleblowerin 2017

Chelsea Manning (vor der Geschlechtsumwandlung hieß sie Bradley Manning) hatte WikiLeaks im Jahr 2010 hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen, die unter anderem Menschenrechtsverletzungen der US-Armee in Afghanistan enthüllt hatten.

Sie wurde zu 35 Jahren Haft verurteilt. Der damalige US-Präsident, Barack Obama, begnadigte sie jedoch kurz vor Ende seiner Amtszeit.

ak/ae

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