Die Gesundheitsbehörde von Lake Jackson habe die Stadtverwaltung über die Entdeckung des Parasiten in Kenntnis gesetzt, woraufhin die Einwohner informiert worden seien, hieß es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung von Lake Jackson. Drei von insgesamt elf entnommenen Stichproben hätten ergeben, dass diese gefährlichen Amöben mit der Wasserversorgung der Stadt zusammenhängen würden. 

Bei dem Parasiten handelt es sich um einen amöbenähnlichen Organismus mit dem Namen Naegleria fowleri. Dieser ruft bei Menschen die sogenannte Primäre Amöben-Meningoenzephalitis (eitrige Hirnhautentzündung) hervor, welche von Fieber, Übelkeit, Erbrechen sowie Kopfschmerzen begleitet wird und nach dem Ausbrechen der Infektion zu Koma und sogar zum Tod führen kann.  

Nach Angaben der Stadtverwaltung ist bereits ein sechsjähriger Junge von der Infektion betroffen und wird derzeit im Krankenhaus behandelt.

Zuvor hatten die Behörden die Einwohner dazu aufgerufen, das Leitungswasser weder selbst zu trinken noch den eigenen Haustieren etwas davon zu geben. Außerdem wurde davon abgeraten, das Wasser für Hausarbeiten zu benutzen. Allerdings gab es schon Entwarnung: Nach dem Aufkochen ist das Wasser ungefährlich, man müsse jedoch darauf achten, dass kein Wasser in die Nase gelangt.

„Menschen können sich beim Wassertrinken nicht mit Naegleria fowleri infizieren (…) Da die Amöbe vom Magensaft vernichtet wird. Allerdings kann die Amöbe eine Krankheit verursachen, wenn sie über die Nase in den menschlichen Körper gelangt“, teilten die Behörden mit.

Von 2009 bis 2018 wurden in den USA 34 Fälle von Primärer Amöben-Meningoenzephalitis registriert. In den meisten Fällen steckten sich die Betroffenen beim Schwimmen an, bei drei Menschen jedoch wurde die Hirnhautentzündung durch den parasitären Naegleria fowleri ausgelöst, nachdem sie sich die Nase mit kontaminierten Wasser gereinigt hatten.

mka/gs

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