Der Iata-Generaldirektor Alexandre de Juniac rief die Regierungen auf, schnell und entschlossen zu handeln und den Airlines zu helfen.

Nach der Einschätzung des Verbands dürften Fluglinien 150 bis 200 Milliarden Dollar (bis zu 180 Milliarden Euro) an Unterstützung brauchen. Eingeschlossen sei auch eine indirekte Unterstützung, wie etwa Kreditgarantien.

Der Chefökonom des Verbands, Brian Pearce, wies darauf hin, dass Fluglinien Liquidität fehle. 75 Prozent der Airlines hätten nur genug Finanzmittel, um unvermeidbare Fixkosten während weniger als drei Monate zu bezahlen.

Viele Fluglinien mussten wegen der mangelnden Nachfrage den Flugbetrieb drastisch einschränken oder für einige Wochen komplett einstellen, wie beispielsweise die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines.

„Größte Krise der Luftfahrt“

Auch weitere Maßnahmen wurden getroffen. British Airways informierte die Gewerkschaften am Dienstag, dass die Fluggesellschaft Piloten entlassen werde.

„Das ist die größte Krise der Luftfahrt in Jahrzehnten. Ohne Hilfe der Regierung befürchten wir noch weitaus größere Folgen“, erklärte der BALPA-Chef Brian Sutton.

Europäische Airlines forderten eine sofortige Steuerentlastung, um mögliche Pleiten zu vermeiden.

Coronavirus

Die chinesischen Behörden hatten am 31. Dezember 2019 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer Lungenkrankheit mit unbekannter Ursache in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei informiert. Als Krankheitserreger wurde ein neuartiges Virus identifiziert. Das Virus löst eine Lungenkrankheit aus, die die Bezeichnung Covid-19 bekommen hat.

Nach jüngsten Angaben wurde das Virus SARS-CoV-2 weltweit bei mehr als 183.000 Menschen nachgewiesen, 7165 Fälle endeten tödlich. Am stärksten betroffen sind China, Südkorea, Italien und der Iran.

mo/mt/rtr

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