Archivbild: Ein arbeitsloser Mann während der Großen Depression auf einem Pier in den New Yorker Docks

Die Corona-Pandemie könnte die Arbeitslosenquote in den USA noch höher treiben als zu Zeiten der Großen Depression. Dies erklärte Roger Farmer, Wirtschaftswissenschaftler an der University of Warwick, und warnte vor mehreren düsteren Prognosen.

Anfang dieser Woche sagte ein Beamter der US-Notenbank voraus, dass durch die COVID-19-Pandemie 30 Prozent der US-Amerikaner ihre Arbeit verlieren könnten, während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes um 50 Prozent sinkt. Laut James Bullard, dem Präsidenten der Filiale der US-Notenbank in Saint Louis, könnte dies schon bald geschehen, und zwar im zweiten Quartal dieses Jahres. Der Wirtschaftsexperte Roger Farmer hob gegenüber RT hervor:

Geschlossener Laden in Brooklyn/New York am 20. März.

Wenn sich dies als richtig erweist, wird dies der höchste jemals verzeichnete Rückgang sein. Die höchste Arbeitslosenquote in den USA lag am Tiefpunkt der Großen Depression bei 24 Prozent.

Der Wissenschaftler stellte fest, dass der Rückgang nur kurzfristig sein könnte, da sich die Situation verbessern werde, sobald die soziale Isolation beendet sei. Vieles werde von den richtigen Anreizen abhängen, wie zum Beispiel direkte Lohnsubventionen, die der Wirtschaft zu einem Aufschwung verhelfen können. Der Analyst erklärte jedoch auch:

Wenn die Arbeitsplatzverluste dauerhaft und die Beschäftigungsverhältnisse zerstört werden, wird die Erholung länger dauern.

Eine weitere Prognose der in den USA ansässigen Entwickler des Private Sector Job Quality Index (JQI) warnt davor, dass rund 37 Millionen Arbeitnehmer in den USA aufgrund der durch die Gesundheitskrise ausgelösten Betriebsschließungen anfällig für Entlassungen seien. Die Wirtschaftswissenschaftler warnen auch, dass die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung, trotz Bemühungen der Regierung die Unternehmen zu unterstützen, auf historische Höchststände ansteigen werde.

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