Der Feldhase steht auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Dem Verband zufolge stieg die Hasendichte von 11,8 Langohren pro Quadratkilometer im Frühjahr 2018 auf 12,4 Hasen im Frühjahr 2019. Die positive Tendenz sollte anhalten.

„Nach dem zurückliegenden milden Winter stehen die Chancen damit gut, dass sich die Feldhasenbestände 2020 weiter erholen“, teilte der DJV kurz vor Ostern mit.

Die Jagdverbände der einzelnen Bundesländer kommen laut dem DJV-Sprecher Torsten Reinwald teils zu abweichenden Zahlen, doch der Trend sei gleich.

„Wir können mit unseren Zahlen zeigen, dass die Bestände in den letzten 15 oder 20 Jahren auf niedrigem Niveau stabil sind.“

Mehr Hasen im Nordwesten, weniger im Nordosten

Laut DJV sind Feldhasen in Deutschland fast flächendeckend verbreitet, selbst in Waldgebieten und urbanen Lebensräumen kommen sie vor. Insgesamt leben die Hasen in der Großregion Nordwestdeutsches Tiefland zwischen Flensburg und Aachen am dichtesten. Besonders hohe Zuwächse gab es 2019 in den südwestdeutschen Mittelgebirgen.

Am dünnsten ist die Population der gefährdeten Tierart in Nordostdeutschland. Dort arbeite die Landwirtschaft seit DDR-Zeiten auf besonders großen Feldern, meldet die DPA unter Berufung auf Experten. Dem Hasen fehlten krautreiche Feldränder als Versteck und Nahrung.

Unerwartete Gefahr durch Corona-Krise

Das Corona-Frühjahr 2020 erschwere den Jägern die laufende Zählung, berichten die Verbände. Doch auch den Junghasen droht unerwartet Gefahr. Weil Spaziergänge derzeit die einzige Erholungsmöglichkeit sind, gibt es eher mehr Fälle, dass vermeintlich verlassene Jungtiere mitgenommen und abgegeben werden. Das Nabu-Artenschutzzentrum Leiferde (Niedersachsen) hat sich bereits deswegen beklagt.

„Das ist ein Problem falsch verstandener Tierliebe“, sagt Sprecher Florian Rölfing vom Landesjagdverband Niedersachsen.

Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

Weltweit wurden nach WHO-Angaben bereits mehr als 1,4 Millionen Menschen in 212 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 87.987 Todesopfer registriert.

mo/mt/dpa

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