Während des Coronavirus bleibt niemand verschont. Bandenkriminalität? Nein, die bleiben alle zu Hause. Stattdessen treiben Vögel ihr Unwesen, wie das nachfolgende Video eindrücklich beweist.

​In dem Video ist zu sehen, wie eine ältere Dame mit ihrem Einkaufsrolli eine Straße überquert und plötzlich von einem Möwenschwarm attackiert wird. Bemerkenswert ist, wie die Frau Ruhe bewahrt. Zwar versucht sie offensichtlich dem Räuberpack zu entkommen, aber sie bleibt mehrmals stehen, kehrt um und begibt sich mitten in die Vogelschar. Desorientiert oder vielleicht von so vielen schrägen Vögeln angetan, man weiß es nicht.

Diese Szene soll sich in der Stadt Benidorm in der spanischen Provinz Alicante abgespielt haben. Die Stadt liegt am Mittelmeer und hat wunderschöne Sandstrände zu bieten, wo die Möwenbande höchstwahrscheinlich auch ihr Quartier eingerichtet hat.

Laut der Tageszeitung „The Sun“ berichten Einheimische in Benidorm von regelmäßigen „Überfällen“. Das aggressive geflügelte Viechzeug habe es wohl auf Menschen abgesehen, die schnell ihre Einkäufe erledigen wollen, bevor es wieder in die eigenen vier Wände geht.

Die wachsende Vogelkriminalität hat auch seinen Grund: Dem Blatt zufolge wurden die Möwen einer ihrer Nahrungsquellen beraubt, nachdem die Stadt die Schließung von Restaurants und Bars angeordnet hatte. Den Schnabel halten und das einfach über sich ergehen lassen? Nicht mit diesen Möwen!

Notstand in Spanien

Spanien ist nach Italien, China und dem Iran das Land mit den meisten Coronavirus-Fällen. Inzwischen sind in Spanien mehr als 1000 Todesfälle infolge der Covid-19-Infektion registriert worden.

Am 14. März hatte die spanische Regierung wegen der Ausweitung der Corona-Krise drastische Maßnahmen ergriffen und einen 14-tägigen Notstand erklärt, um die Ausbreitung der gefährlichen Lungenkrankheit einzudämmen. Dabei wurden  Bars, Restaurants, Museen, Theater, Sport- und Kulturzentren, Schulen, Universitäten sowie Geschäfte geschlossen – mit Ausnahme von denen, die Lebensmittel und Grundnahrungsmittel verkaufen.

Wie am Sonntag das spanische Innenministerium mitteilte, droht bei Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Maßnahmen eine Strafe „gemäß geltendem Recht“. Diejenigen, die gegen die Regeln verstoßen, können zu einer Geldstrafe von 100.000 bis 600.000 Euro verurteilt werden.

Die Höchststrafe ist für solche Fälle vorgesehen, wenn eine Person mit Absicht Handlungen unternimmt, die eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit anderer Menschen darstellen. Bei Widerstand gegenüber den Vertretern von Strafverfolgungsbehörden droht eine Haftstrafe von drei Monaten bis zu einem Jahr.

mka/gs

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