Es gab einen Mitbewerber, er sich jedoch bei seiner Vorstellung selbst als Zählkandidaten darstellte.

Höcke steht seit mehreren Jahren an der Spitze der Thüringer AfD. Er gilt als Mitgründer des vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften „Flügels“ in der AfD, der sich inzwischen offiziell aufgelöst hat. Er ist auch Vorsitzender der zweitgrößten Fraktion im Thüringer Landtag, die die AfD seit 2019 stellt.

Bei der Thüringer AfD gibt es sogenannte Mitgliederparteitage. Das heißt, es werden keine Delegierten entsandt, theoretisch kann jedes Mitglied teilnehmen. Die AfD hat nach Angaben eines Sprechers etwa 1300 Mitglieder in Thüringen. Ihr Landesverband wird vom Verfassungsschutz seit diesem Jahr als Verdachtsfall im Bereich Rechtsextremismus klassifiziert.

Offenbar keine großen Ambitionen auf Bundestagsmandat

Er schließe eine Kandidatur für die Bundestagswahl im Herbst 2021 nicht aus, sagte Höcke am Samstag auf Anfrage am Rande eines AfD-Landesparteitags in Pfiffelbach.

„Ich wäre kein Politiker, wenn ich mir das nicht offenhalten würde. Ich sehe aber keine Notwendigkeit, derzeit nach Berlin zu gehen“, sagte Höcke der Deutschen Presse-Agentur.

Wann die Thüringer AfD ihre Kandidaten für die Bundestagswahl nominiert, steht nach seinen Angaben noch nicht fest. 2021 wird in Thüringen auch ein neuer Landtag gewählt.

dpa

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