Wegen der Corona-Krise arbeiten viele jetzt von zu Hause — aus dem Homeoffice.

„Ich empfehle, dass die Mitarbeiter ihre Geräte mit nach Hause nehmen. Wenn eine Person beispielsweise daran gewöhnt ist, mit zwei Monitoren zu arbeiten, verringert eine Umstellung auf einen Monitor oder einen Laptop seine Produktivität erheblich. Und dies zu verweigern, ist eine Pseudoökonomie. Sie sollten sogar ihren Bürostuhl mit nach Hause nehmen dürfen„, so Lister.

Ihr zufolge arbeiten jetzt alle im Krisenmodus, aber in ein paar Wochen werden einige Standards etabliert, wie der Raum für die Arbeit zu Hause so effizient wie möglich organisiert werden kann.

„Hier geht es darum, wie der Nacken zu halten ist, wenn man acht Stunden am Tag arbeit, oder darum, sitzend oder stehend zu arbeiten, oder hin und her zu gehen. Natürlich braucht man einen ruhigen Ort“, sagte die Expertin weiter. Die derzeitige Situation mit einer erzwungenen Umstellung auf das Homeoffice werde zu einer gewissen Lockerung der Unternehmensstandards führen.  

„Kinder werden zu Hause sein, es wird Lärm geben. Ein Hund wird im Hintergrund bellen. Dies ist ein Teil des Lebens, und ich denke, dass dies nicht zu einer Isolation voneinander führen, sondern die Menschen vereinen wird. Wenn man sieht, wie jemand zu Hause arbeitet, da sieht man seine Familie, Haustiere, vielleicht sieht man sogar die Mädchen ohne Make-up, dann macht es sie nur menschlicher“, sagte Lister.

Darüber hinaus hält sie es für einen Fehler, Menschen dazu zu zwingen, streng zu bestimmten Zeiten zu arbeiten.

„Einige Leute arbeiten morgens besser, andere mittags. Warum sollte es dann nicht möglich sein, ihnen eine solche Gelegenheit zu geben? Die meisten Unternehmen – und wir haben solche Beispiele – tun es so: Sie geben Basiszeiten an, zu denen eine Person für Besprechungen verfügbar sein sollte und so weiter“, so der Spezialist.

Es ermögliche den Menschen auch, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. „Das mag nicht sehr gut sein, aber ich kenne Fälle, in denen die Unternehmen dies fördern. Wenn eine Beratung für Dich nicht wichtig ist, so kannst Du dich nur auf den Teil konzentrieren, der dich betrifft“, erläuterte sie.

Eine Arbeit im Homeoffice „bewahre“ nicht vor Besprechungen, aber wenn diese in Form von Videokonferenzen abgehalten würden, könne man sich auf das Thema konzentrieren und unnötige Abschweifungen vermeiden, sagte Lister.

Sie zeigte sich zuversichtlich, dass sich mit dem Übergang zu dieser Technologie sowohl die Dauer der Sitzungen als auch ihre Produktivität ändern werden.

pd/mt

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