Selbstmanagement ist von maximaler Bedeutung

Wenn Sie sich in der Isolation befinden, ist es wichtig, sich an den eigenen Arbeitsplan zu halten.

„Es ist empfehlenswert, dem ähnlichen Arbeitsplan zu folgen, an den Sie sich schon längst gewöhnt hatten, bevor Sie von Zuhause aus zu arbeiten begannen“, sagt Eric Lam, ein Bloomberg-Korrespondent aus Honkong, der schon seit Wochen im Homeoffice ist.

Dabei könne die Schaffung einer improvisierten Büro-Zone helfen: Man solle zu Hause einen Platz mit guter Tagesbeleuchtung aussuchen und daraus einen vollwertigen Arbeitsplatz machen – auf keinen Fall solle es ein Küchentisch oder ein Bett sein. Außerdem sei es manchmal notwendig, die Business-Kleidung anzuziehen, um auf die Arbeit konzentriert zu bleiben, so Lam.

Keine ständige Ablenkung durch den Haushalt

Eine ständige Ablenkung durch den Haushalt ist einer der Hauptfaktoren, der uns daran hindert, wirklich produktiv zu arbeiten. Es ist deswegen empfehlenswert, einen Plan zu erstellen, der die Arbeitsaufgaben und den Haushalt teilt. Dabei kann man auch angeben, wie viel Zeit man für die Arbeit und den Haushalt an einem bestimmten Tag braucht.

Die Arbeit von zu Hause aus kann ein guter Anlass sein, eigenen Verwandten und Kindern mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei können geschäftliche Probleme mit Kollegen per Skype besprochen werden.

Eigene Gesundheit ist oberste Priorität

In den meisten Fällen bedeutet Homeoffice, dass man fast die ganze Zeit im Sitzen verbringt und sich nur wenig bewegt. Unter solchen Umständen kann man sehr schnell zunehmen. Um dies zu vermeiden, sollte man sich an die normalen Essgewohnheiten halten, die im Büro verbreitet sind. Dabei spielen auch die regulären Mahlzeiten eine wichtige Rolle – auf Snacks sollte man sich bei Telearbeit nicht umstellen. Außerdem sind fünfminütige Pausen oder sogar regelmäßige körperliche Aktivität empfehlenswert.

Die Bloomberg-Nachrichtenredakteurin Alice Truong nahm sich zum Beispiel vor, mindestens 100 Liegestützen am Tage zu machen. Und ihre Kollegin aus Seoul, wo alle Turnhallen geschlossen sind, beschäftigte sich mit Yoga und machte Dehnübungen mithilfe eines Online-Kurses.

Cyber-Sicherheit in Betracht ziehen

Die zu Hause installierten Computer sind in der Regel weniger geschützt als Arbeitscomputer und bei einem massiven Übergang zur Telearbeit können die Hacker dies ausnutzen.

„Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer selbst sollten die Cyber-Sicherheit vernachlässigen“, sagte Jaya Balu, Direktor für IT-Sicherheit bei Avast Antivirus Developer.

Sie empfahl also den Systemadministratoren, die Zwei-Faktor-Authentisierung für zusätzlichen Schutz der Accounts zu aktivieren und Zugriffsrechte für Benutzer einzurichten.

Wie verbreitet ist Homeoffice in Deutschland eigentlich – unabhängig von Coronavirus?

Laut einer im Juni 2019 veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermöglichen 26 Prozent aller Unternehmen zumindest einem Teil ihrer Angestellten die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, also von unterwegs oder zu Hause aus. Zwölf Prozent der Beschäftigten nutzen diese Möglichkeit. In privatwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern ist dies noch häufiger der Fall: 37 Prozent ermöglichen Telearbeit. Allerdings gibt es in Deutschland bisher keinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice, obwohl die SPD dies schon seit langem fordert.

ac/mt

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.