Die Kläger werfen den Tiroler Behörden vor, zu spät auf den Beginn der Coronavirus-Epidemie reagiert zu haben. Obwohl bereits die ersten Infektionsfälle bekannt gewesen seien, hätten sie die Menschen sich an den Skipisten und in Bars weiter anstecken lassen, wonach diese dann die Infektion in ihre Heimatländer gebracht hätten. 

Die Betroffenen seien der Meinung, man habe sie absichtlich dem Risiko ausgesetzt. Ihren Wunsch, vor Gericht zu klagen, erklärten etwa 400 Personen, von denen die meisten Deutsche sind.

Die ersten Anzeichen für die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit in Ischgl wurden Anfang März bekannt, doch die Tiroler Behörden beschlossen die Schließung des Skiresorts erst Mitte des Monats. Die Quarantäne in Tirol wurde erst am 19. März eingeführt. 

Das Robert-Koch-Institut in Berlin nahm Tirol auf die Liste der zehn gefährlichsten Orte weltweit auf, wo man mit Coronavirus angesteckt werden kann. Nach Angaben der Zeitschrift „Der Spiegel“ wurden dort mehr als die Hälfte aller Norweger und etwa ein Drittel der Dänen infiziert, die dort im Skiurlaub waren.

om/mt

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