Ihm zufolge ist man in Moskau darauf aufmerksam geworden, dass die aktive Phase der Übungen im Mai geplant ist.

„Während die ganze Welt mit geneigtem Kopf derjenigen gedenken wird, die den Faschismus besiegten und Europa von der braunen Pest befreiten, werden Propagandazentren im Westen ihre Informationskampagne aufstocken und dabei Russland aggressive Absichten und andere Sünden vorwerfen. Ich muss ausschließen, dass die Nato-Planer diese Tatsache nicht berücksichtigt haben. Und wir haben die europäischen Länder aufgerufen, in diesem Zeitraum auf die aktive Phase der Übungen zu verzichten“, so der Vizeaußenminister.

Gruschko betonte, dass die reale Situation „auf eine weitere Ebene gerückt ist“. „Vor dem Hintergrund der Pandemie überzeugen wir uns davon, dass alle Instrumente der internationalen Zusammenarbeit, darunter auch auf militärischer Ebene, sehr gefragt sind. Und die heutige Situation offenbart die absolute Dummheit – ich kann mich nicht anders äußern – der von den USA gefassten Nato- und sonstigen Beschlüsse über den Abbruch aller Kontakte auf militärischer Ebene“, so Gruschko. Niemand habe Vorteil davon, ergänzte er.

Das US-Kommando für Europa (EUCOM) teilte am Montag mit, dass das Pentagon wegen der Coronavirus-Pandemie die Verlegung von Militäreinheiten nach Europa für „Defender Europe“ eingestellt habe. Die damit verbundenen Manöver „Dunamic Front“, „Joint Warfighting Assessment“, „Saber Strike“ und „Swirft Response“ sind abgesagt. Zuvor hatte das US-Kommando mitgeteilt, dass die Zahl der Soldaten, die bei den Übungen eingesetzt werden sollen, verringert werde.
Die Endphase der Manöver „Defender Europe“ sollte vom 20. April bis zum 20. Mai in der Bundesrepublik Deutschland, in Polen und den Baltischen Ländern unter Teilnahme von 37.000 Soldaten aus 18 Ländern stattfinden.
ls/mt
 

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