Eine Frau geht an einem Porsche-Autohaus in Mumbai vorbei

Asien ist auf dem Weg, zum zweitgrößten Wohlstandszentrum der Welt zu werden. Indien gilt hierbei als größter Faktor. Länder wie China und Indonesien fallen zurück. So die Prognose des Beratungsunternehmens Knight Frank, bei der die Corona-Krise jedoch noch nicht berücksichtig wurde.

Nach einem Anstieg um mehr als sechs Prozent im Jahr 2019 auf 513.200 Personen wird die Zahl der Menschen, die über ein Nettovermögen von mehr als 30 Millionen US-Dollar verfügen (Ultra high net-worth Individuals – UHNWI) weiter steigen. Laut dem jüngsten Reichtumsbericht von Knight Frank soll die Zahl der Superreichen innerhalb der nächsten fünf Jahre um 27 Prozent auf fast 650.000 steigen.

Der asiatisch-pazifische Raum birgt die am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Daher ist es nicht überraschend, dass die meisten neuen Multimillionäre ihr Vermögen in Ländern wie Indien und China aufbauen. Zwar hatte Indien im vergangenen Jahr weniger als 6.000 extrem reiche Personen, es wird aber erwartet, dass diese Zahl um 73 Prozent steigen wird. Dies ist die schnellste Rate in Asien und weltweit.

Auf Indien folgen Ägypten und Vietnam, deren superreiche Bevölkerung um 66 Prozent beziehungsweise 64 Prozent steigen wird. China landet mit einem erwarteten UHNWI-Wachstum von 58 Prozent auf Rang vier, gefolgt von Indonesien und Tansania.

Die USA stehen derzeit an erster Stelle im Wohlstandswettlauf. In dem Land leben 240.575 extrem reiche Personen. Mehr als in Europa und Asien zusammen. Die Vereinigten Staaten werden vorerst die Führungsposition behalten. In den nächsten fünf Jahren jedoch wird dort die Zahl der Menschen mit einem Nettovermögen von mehr als 30 Millionen US-Dollar nur um 22 Prozent steigen. In Russland wird dieses Wachstum 23 Prozent betragen.

Die Ergebnisse des Reichtumsberichts basieren auf dem prognostizierten BIP-Wachstum, den Immobilienpreisen, der Anlageperformance sowie den Zinssätzen. Um ein klareres Bild zu zeichnen und das Nettovermögen zu bewerten, betrachtet Knight Frank auch Hauptwohnsitze und Zweitwohnungen, die sich nicht in erster Linie im Besitz von Privatpersonen befinden, als Investitionen.

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