Wie Experten am Samstag berichteten, stieg die erste Aschesäule 200 Meter hoch in den Himmel. Nach einer knappen Stunde spukte der Vulkan eine zweite, 500 Meter hohe Aschesäule aus. Laut Expertenschätzungen bewegte sich die Aschewolke in nördlicher Richtung. Der Ascheausstoß habe bis Samstagmorgen gedauert.

​Den Worten des Chefs des CVGHM-Zentrums, Pak Kasbani, zufolge handele es sich um kein so gewaltiges Ereignis, wie es im Zeitraum von Dezember 2018 bis Januar 2019 gewesen sei. Wie die Zeitung schreibt, sind Militär und Polizei in Bereitschaft versetzt worden, um im Bedarfsfall die Einwohner der nächstgelegenen Ortschaften in Sicherheit zu bringen.

​Im Dezember 2018 hatte eine Tsunamiwelle die indonesische Küste heimgesucht. Die Naturkatastrophe forderte mindestens 430 Menschenleben in den Küstenprovinzen Lampung und Banten. Mehr als 1400 Menschen wurden dabei verletzt. Die indonesischen Behörden ließen verlauten, dass die Tsunamiwelle durch einen Unterwasser-Erdrutsch verursacht worden sein könnte. Dieser sei durch die Vulkanaktivität des Berges Anak-Krakatau in Verbindung mit einer hohen Flutwoge ausgelöst worden.

Die Zeitung verweist darauf, dass die Vulkaninsel Anak-Krakatau an der Stelle des Vulkans Krakatau entstand, der 1883 bei einem schweren Erdbeben zerstört worden war. Damals wurden 295 Städte und Wohnsiedlungen zerstört und mehr als 36.000 Menschen getötet. Hunderttausende wurden obdachlos.

ls/mt

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