Nach nur wenigen Stunden waren die vielen Module und Container zu einem System zusammengebaut: ein mobiles Krankenhaus der russischen Spezialsanitäter steht – bei einer Übung unweit der Stadt Jekaterinburg. Ein Diagnoselabor, ein Wundbehandlungsraum, ein OP-Saal und eine Intensivstation bilden ein ganzes Lazarett, aufgebaut aus verlegbaren Wechselbehältern.

Die aufgestellte Anlage macht es möglich, „bis zu 1500 Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen am Tag“ vorzunehmen, dazu „acht Operationen“ mit den nötigen Behandlungen, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Jeder Container ist mit autonomer Heizung, Lüftung und Klimaanlage wie auch mit Strom- und Wasserversorgung ausgerüstet. Daneben werden Zelte zur Unterbringung von Patienten und Sanitätern aufgestellt.

Hungerabwehr rollt an

Vom 25. bis 28 März fand in den Militärbezirken West und Zentrum der russischen Streitkräfte eine Bereitschaftsuntersuchung der Kommando- und Führungsstrukturen statt. Erprobt wurden auch die regulären Einheiten und Verbände, die Luft- und Weltraumstreitkräfte, die strategischen Raketenkräfte, die ABC-Abwehr, die Pioniertruppe, die Streitkräftebasis und der Sanitätsdienst der russischen Armee. Die Notstandsübung dient der Vorbereitung auf die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie.

Beispielsweise stellten Soldaten der Streitkräftebasis mobile Bäckereien auf. Einheiten der „materialtechnischen Versorgung“ hätten „Feldküchen, -bäckereien und -wäschereien“ stationiert, heißt es in der Fachsprache des Verteidigungsministeriums. Eine Wasser- und Treibstoffversorgung sei eingerichtet worden. Solche mobilen Versorgungslager seien im Gebiet Woronesch, Leningrad und Nischni Nowgorod aufgebaut worden.

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