Wie die lokale Zeitung „La Stampa“ am Mittwoch berichtete, wandte sich ein junger, mit COVID-19 infizierter Italiener mit Symptomen eines akuten Atemversagens an die Notaufnahme eines Krankenhauses in der nördlichen Stadt Chirie. Angesichts des schweren Zustandes des Patienten wurde er sofort in das große Turiner Krankenhaus „Giovanni Bosco“ gebracht. Die Ärzte beschlossen, den Patienten dringend einer endotrachealen Intubation zu unterziehen. Während der Untersuchung stellten sie jedoch fest, dass er einen Krebstumor mit einem Durchmesser von etwa 2 cm hatte, der die Atmung des Patienten fast vollständig blockierte.

Extrakorporale Membranoxygenierung

In dieser Situation entschieden sich die Ärzte für die Methode einer extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO), die es ermöglicht, das Blut bei schwerem Atemversagen mit Sauerstoff zu sättigen. Der Patient wurde an einen Oxygenator angeschlossen und schnellstens zur Intensivstation der Molinette-Klinik gebracht.

Dort hatte ein von Paolo Solidoro geführtes Ärzteteam die Methode der starren Bronchoskopie angewandt und den Tumor entfernt. Zum ersten Mal wurde eine solche Operation bei einem mit Coronavirus infizierten Patienten durchgeführt, was natürlich mit zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden war, um die Ausbreitung einer Infektion zu verhindern. Die Operation verlief erfolgreich.

Corona: Aktueller Stand

Italien steht in Europa an erster Stelle bei der Verbreitung des Coronavirus. Nach den jüngsten Daten, die am Dienstagabend vom Leiter des Zivilschutzdienstes, Angelo Borrelli, veröffentlicht wurden, seien derzeit über 105.700 Fälle von Infektionen mit dem neuen Virustyp in Italien registriert worden, mehr als 15.700 Patienten seien genesen, die Zahl der Todesfälle habe 12.428 Personen erreicht.

ek/mt/sna

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