„Die Angreifer haben circa 150 bis 200 Menschen als Geiseln genommen, darunter auch Frauen und Kinder. Die Gottesdienstbesucher gehen normalerweise früh am Morgen in den Tempel“, so ein Vertreter der Sikh- und Hindugemeinschaft im afghanischen Parlament gegenüber dpa. Eine weitere Politikerin bestätigte die Zahl der Geiseln.

„Selbstmordattentäter sind heute Morgen um 07:45 Uhr (Ortszeit) in den Sikh-Tempel in der Shorbazar-Straße im Polizeibezirk Eins der Stadt Kabul eingedrungen“, hieß es aus dem Innenministerium.

Kurz darauf seien Sicherheitskräfte am Ort des Geschehens eingetroffen.

„Der erste Stock des Tempels ist geräumt worden. Eine Reihe von Menschen wurde gerettet. Die Spezialeinheiten sind besonders vorsichtig, da es sich um einen zivilen Bereich handelt. Das Gebiet wurde abgeriegelt“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

„Bislang haben wir keine Nachrichten aus dem Inneren (des Tempels). Ich kenne keine Einzelheiten, vor allem nicht die Zahl der Angreifer. Leider leben auch Familien in der Nähe des Gotteshauses“, sagte Anarkali Honaryar, Sikh-Politikerin und Mitglied des afghanischen Parlaments.

Todesopfer gemeldet

Laut „Tolo News“ wurden mindesten elf Menschen getötet. Mehr als zehn Personen seien verletzt worden.

AFP meldet unter Berufung auf die Site Intelligence Group, dass sich die Terrormiliz IS* („Islamischer Staat“; auch Daesh) zu der jüngsten Attacke bekenne.

Laut aktuellen Angaben sollen alle vier Selbstmordattentäter neutralisiert worden sein: 

*Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten

ak/sb/dpa

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.