Sputnik präsentiert Ihnen im Kurzüberblick, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

Corona-Lage: China – Erneut keine neuen Ansteckungen

China kann laut dortigen Behörden und Medien „den zweiten Tag in Folge“ feiern, an dem es im Land keine neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus (Covid-19) gab. Allerdings gebe es 39 neue Infektionsfälle von Menschen, die aus dem Ausland ins chinesische Festland eingereist seien, erklärten am Freitagfrüh deutscher Zeit chinesische Gesundheitsbehörden. Insgesamt sind in der Volksrepublik aktuell etwa 82.000 Infektionsfälle bekannt.

USA: Kalifornien durch Ausgangssperren abgeriegelt

Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom (Demokraten), rechnet mit über 25 Millionen Coronavirus-Infektionen in dem US-Westküstenstaat, falls keine drastischen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Erregers Sars-CoV-2 ergriffen werden. Kalifornien wurde in der Nacht auf Freitag zur Sperrzone erklärt.

Knapp 60 Prozent der Bevölkerung könnten sich in den nächsten acht Wochen mit dem Virus anstecken, warnt Newsom aktuell in einem alarmierenden Brief an US-Präsident Donald Trump. Beim US-Kongress in Washington bat der Demokrat Medienberichten zufolge um Bundeshilfen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar für die medizinische Versorgung und für andere Hilfsmaßnahmen. In einigen Teilen Kaliforniens würden sich die Fallzahlen alle vier Tage verdoppeln, klagt der Gouverneur.

Der US-Bundesstaat ist mit 39 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Staat der USA. Das gesamte Land zählt derzeit etwa 14.300 Corona-Fälle.

Trump sagt G7-Gipfel im Juni ab

US-Präsident Trump hat derweil den für Juni geplanten G7-Gipfel in „Camp David“ wegen des Coronavirus abgesagt. Stattdessen werde per Video-Liveschalte konferiert, die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen sollen per Videoschalte zueinander finden, teilte das Weiße Haus in der Nacht mit. Das traditionelle Treffen der USA mit Deutschland, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Italien und Japan hätte ansonsten planmäßig auf dem Militärstützpunkt Camp David in Maryland stattgefunden.

Deutschland: Scholz denkt über Verstaatlichung von Großkonzernen nach

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will nach Medieninformationen strategisch wichtigen Großkonzernen wie der „Lufthansa“ im Notfall „mit einer zeitweisen staatlichen Beteiligung helfen“, um Folgen der Corona-Krise für diese Unternehmen abzufedern. Der Bund garantiere „über KfW-Programme Liquidität für Firmen“, sagte der SPD-Politiker am Abend im ZDF. Die Krise könne Deutschland trotz der wirtschaftlichen und finanziellen Belastung ihm zufolge noch „sehr lange“ durchhalten. Der Staat müsse angesichts sehr solider Finanzen nicht befürchten, „dass wir keine Möglichkeiten haben, die Mittel zu bekommen, die wir jetzt brauchen“, sagte Scholz. „Da geht es ja um sehr, sehr, sehr viel Geld.“

Derweil plane auch der Bund Milliardenhilfen für Klein-Selbstständige und Solo-Selbständige, hieß es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag.

Ausgangsbeschränkungen für Freiburg

In der süddeutschen Stadt Freiburg gelten wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Samstag Ausgangsbeschränkungen. Dies teilte die dortige Stadtverwaltung am Donnerstagabend mit. Demnach ist das Verlassen der Wohnung bei dringenden Angelegenheiten weiterhin erlaubt, etwa für Arztbesuche, beruflich bedingte Wege und Lebensmitteleinkäufe. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen sich zudem nur noch alleine, zu zweit oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt im Freien aufhalten.

Währenddessen gehen in Deutschland die „Diskussionen um Ausgangssperren“ weiter, meldete der „Bayerische Rundfunk“ am Freitagfrüh. Deutschland zählt gegenwärtig insgesamt etwa 15.300 Infiziertenfälle mit Covid-19.

Olympische Spiele finden wohl in Japan im Sommer statt

Nach bisherigem Stand finden die Olympischen Spiele in Tokio vom 24. Juli bis 9. August statt. Die Kritik von Sportlern und olympischen Athleten wird laut Medien immer lauter. Vor diesem Hintergrund bekräftigte Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), noch einmal, dass die Spiele wie geplant und trotz der rasanten weltweiten Verbreitung des Coronavirus stattfinden sollen. In einem Interview mit der US-Zeitung „New York Times“ sagte er: „Natürlich bedenken wir verschiedene Szenarien, aber im Gegensatz zu vielen anderen Sportverbänden oder Profi-Ligen sind wir noch über vier Monate entfernt von den Spielen.“

´Derweil erreichte in der Nacht das Olympische Feuer den Zielort Japan, per Flugzeug aus Griechenland. Hoffentlich ohne das neue Virus an Bord.

abo/dpa

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