„Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns“, sagte Braun. Die Aufgabe der Bundesregierung sei es, „uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten“.

Braun versicherte, dass die Bundesregierung nicht aus wirtschaftlichen Gründen Risiken für die Gesundheit der Bevölkerung eingehen werde.

„Die Vorstellung, dass wir in Deutschland vielleicht bald manche Kranke nicht mehr versorgen können, weil die Zahl der Infektionen hochschießt, ist so schwerwiegend, dass ich sage: Das Wichtigste ist zunächst, dass wir das vermeiden. Dahinter steht die Wirtschaft erst mal einen großen Schritt zurück.“

Gesundheitswesen nicht überfordern

Laut Braun ist der Maßstab für die Fortsetzung oder Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche, „dass sich in gleichen Zeitabständen weniger Menschen infizieren“.

Vor Beginn der jetzigen Einschränkungen habe es eine „Verdoppelung alle drei Tage“ gegeben. Um aber das Gesundheitswesen nicht zu überfordern, müssten die Verdopplungszeiten bei deutlich über zehn Tagen liegen. Wahrscheinlich sogar eher zwölf oder vierzehn Tage, betonte der Kanzleramtsminister.

Anfangs habe die Bundesregierung zudem erwartet, dass Patienten in Deutschland kürzer auf Intensivstationen liegen würden als in anderen Ländern, und auf etwa zehn Tage gehofft. „Jetzt fürchten wir, dass die Beatmungszeiten länger werden, weil immer mehr ältere Menschen sich infizieren.“

mka/gs

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