Langeweile ohne Zoo-Besucher: Tierpleger zeigen Schimpansen Zeichentrickfilme. Auf dem Archivbild: Das Schimpansenweibchen Anfissa schaut sich am 14. Mai 2014 auf einem Tabletcomputer im Krasnojarsker Tiergarten „Rojew Rutschei“ die Fotos anderer Affen an.

Angesichts der COVID-19-Pandemie sind Zoos menschenleer. Langeweile herrscht beiderseits der Gehege. Menschenaffen, die für ihre herausragende Intelligenz bekannt sind, leiden darunter besonders stark. Ein russischer Tiergarten kennt ein Mittel gegen die Reizlosigkeit.

Vor dem Hintergrund steigender Corona-Infektionen in Russland müssen alle Zoos unter Quarantäne bleiben. Nicht nur Kinder vermissen Kontakt zu Tieren. Auch jenseits der Zäune herrscht Monotonie. Am schwierigsten haben es wohl Menschenaffen. Ein Tiergarten in der russischen Stadt Krasnojarsk zeigt nun den Schimpansen-Zwillingen Tichon und Anfissa Zeichentrickfilme, damit die Primaten nicht depressiv werden. Denn Unterhaltung ist für die Schimpansen fast genauso wichtig wie Nahrung.

Die Affen sind es gewohnt, eine Unzahl von Besuchern vor ihrem Haus zu sehen. Seit einigen Tagen kommunizieren sie allerdings ausschließlich mit ihren Betreuern. Damit die Schimpansen den Fernseher aus Neugier nicht kaputtmachen, haben die Pfleger den Apparat jenseits der Glasumzäunung angebracht.

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