Dem Sender nach hat Russland nicht nur Medikamente und Ausrüstung geschickt, sondern auch Fachleute, die auf die Bekämpfung von biologischen Bedrohungen spezialisiert sind. Insgesamt seien 104 russische Experten in Bergamo eingetroffen:

„Teams von Top-Experten mit Ausrüstung, die bereits zur Bekämpfung des Ebola-Virus eingesetzt wurden“, sagte der Reporter in einer Sendung des Tgcom24.

Der Sender hat außerdem über den Bau eines sogenannten Feldkrankenhauses in Bergamo berichtet – es werde in dem Gebäude des Stadtmarktes mit Unterstützung des italienischen Alpenschützen-Verbands eingerichtet. In der nächsten Woche soll dort ein Kommando aus 32 russischen Fachleuten seine Arbeit aufnehmen.

„Die Russen haben ihre Lieben und Verwandten in dieser schwierigen Zeit zu Hause gelassen und kamen mit Liebesgrüßen in Italien an, um gemeinsam mit unseren Fachleuten gegen COVID-19 zu kämpfen“, sagte der Journalist.

Russlands Generalkonsul in Milan, Alexander Nurisade, der an der Sendung auch teilnahm, hat seinerseits betont, dass alle Italiener, die mit den russischen Militärs und Ärzten zusammenarbeiten würden, „von ihnen begeistert sind“. Auch die spezielle Ausrüstung, welche die russischen Streitkräfte mitgebracht haben, sei bemerkenswert.

„In Italien gibt es solche Maschinen nicht. Gesagt sei einfach nur, dass man mit dieser einzigartigen Ausrüstung in nur einer Stunde 20.000 Quadratmeter Fläche oder auch 360 Einheiten Automobilausrüstung desinfizieren kann “, so Nurisade.

Der Generalkonsul fügte unter anderem hinzu, dass die Führung der Lombardei und der Stadt Bergamo die Hilfe aus Russland äußerst schätze:

„In letzter Zeit wurde viel darüber gesprochen, ob die Unterstützung der russischen Ärzte und Militärs hilfreich sei. Natürlich und zwar imens! Der Präsident der Lombardei Attilio Fontana und der Bürgermeister von Bergamo Giorgio Gori sagen dies unisono. Ihrer Ansicht nach ist diese Hilfe tatsächlich von grundlegender Bedeutung“. 

Am Samstag hatte ein Desinfektionskommando der russischen Streitkräfte ein Ferienheim für Senioren in der Lombardei  mit speziellen Mitteln und Ausrüstung keimfrei gemacht. Unter Einsatz mobiler Desinfektionsanlagen seien mehr als 1500 Quadratmeter Innenraum desinfiziert worden. Russische Militärtechnik habe die Zufahrtswege mit einem speziellen chemischen Mittel bearbeitet. Das war bereits die zweite medizinische Einrichtung, die vom russischen Militär desinfiziert wurde. Insgesamt sollen die russischen Fachleute in der Provinz Bergamo 65 Einrichtungen für Rentner keimfrei machen, so der TV-Sender.

Die Lombardei ist besonders stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen: Hier gibt es die höchste Zahl von Infektionsfällen sowie die meisten Corona-Todesfälle. Die lokalen Behörden melden einen starken Mangel an Krankenhausplätzen und an medizinischer Ausrüstung.

sm/mka

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