„Der Staat muss einspringen und darf die Prekärsten nicht allein lassen. Konsumschecks können gerade für diese Menschen in der Krise eine sozial und ökonomisch richtige Antwort sein“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Ausgabe solcher Schecks vorgeschlagen. Sobald die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zurückgehe, solle allen Bürgern damit die Möglichkeit gegeben werden, durch Konsum die Konjunktur anzukurbeln, hatte Verdi-Chef Frank Werneke gesagt. Werneke hatte dabei auf Hongkong verwiesen, wo jeder Einwohner umgerechnet knapp 1200 Euro erhalten soll.

Bartsch begrüßte die Ankündigung der Bundesregierung, alles Notwendige tun, um die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie einzudämmen. Die vielen Menschen in unsicheren, prekären Arbeitsverhältnissen dürften aber nicht vergessen werden.

„Sie werden jetzt schnell Jobs, Aufträge und Einkommen verlieren, wenn das öffentliche Leben nahezu stillsteht. Hier brauchen wir offensichtlich ein Bundesprogramm mit einem staatlichen Ausgleich für Einkommensausfälle. Der Staat muss einspringen und darf die Prekärsten nicht allein lassen“, so Bartsch.

Der Fraktionschef forderte zudem Hilfen für Mieter: Jegliche Kündigungen sollten bis Jahresende gesetzlich untersagt werden.

ai/dpa

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