Flüge von Frankfurt nach Chicago und Newark (New York), von Zürich nach Chicago und Newark (New York), von Wien nach Chicago und von Brüssel nach Washington würden auch über den 14. März hinaus im Flugplan beibehalten, kündigte das Unternehmen an.

Reisende, die am Freitag in die USA aufbrachen, berichteten von Umbuchungen in letzter Minute, um doch noch in den Urlaub reisen oder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu können. Nicht alle hatten Verständnis für den Einreisestopp.

„Das ist ein absurdes Reiseverbot“, sagte ein Italiener, der in der kommenden Woche einen neuen Job im US-Bundesstaat Colorado antreten will und mit viel Mühe einen Platz in einem der letzten Flüge buchen konnte.

Enormer Passagierrückgang

Ungeachtet der US-Verbindungen sind die Auswirkungen von Flugstreichungen, Reiseplan-Änderungen und anderen Maßnahmen für den Frankfurter Flughafen enorm.

„Solche Rückgänge in dieser Intensität und Dauer haben wir noch nicht erlebt“, sagt Fraport-Chef Stefan Schulte angesichts der drastisch gesunkenen Passagierzahlen.

Aktuell sind es am größten deutschen Flughafen bereits 80.000 Menschen pro Tag weniger, ein Rückgang um 45 Prozent zum Vorjahreswert. Mit dem ausgedünnten US-Angebot in den nächsten Tagen – die Lufthansa habe mehr als 80 Prozent ihres US-Programms gestrichen – werde es in den Terminals noch leerer werden.

Man werde eher Teilabschnitte als ein ganzes Terminal schließen, sagte der Flughafenchef, der wegen der Flaute bis zu 10.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken will. Auf den Außenpositionen seien bereits an die 20 nicht benötigte Jets dauerhaft geparkt, weitere kämen demnächst hinzu. Rollwege oder Landebahnen würden zunächst nicht gesperrt.

Einreisestopp für Europäer

US-Präsident Donald Trump kündigte am Mittwochabend an, für die nächsten 30 Tage die Grenzen der USA für Ausländer aus Europa zu schließen. Aus Europa kommende Amerikaner müssten sich auf das Coronavirus testen lassen. Die Maßnahme gilt nach Angaben des Weißen Hauses ab 23.59 Uhr am Freitag (4.59 Uhr MEZ am Samstag).

Trump begründete diese Maßnahme wie folgt: „Die EU hat es versäumt, die gleichen Vorsichtsmaßnahmen (Anm. d. Red.: wie die USA) zu treffen und Reisen aus China und anderen Krisenherden einzuschränken.“

Die USA würden schnell und hochprofessionell auf die Coronavirus-Krise reagieren, fügte der Präsident in seiner Ansprache an die US-Amerikaner hinzu.

mka/gs/dpa

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