Demnach verbessert sich die Lage im Land deutlich, teilte der VDMA am Montag in Frankfurt mit. Laut der Studie beurteilten Anfang März noch 57 Prozent der Befragten die Auswirkungen der Corona-Pandemie als groß. Derzeit seien es nur noch 46 Prozent gewesen.

Vielmehr sei die Zahl der Befragten, welche die Auswirkungen als eher gering betrachten, von drei auf 13 Prozent gewachsen.

Situation beim Transport verbessert sich

Auch die Situation beim Transport in der Region habe sich deutlich entspannt: 82 Prozent der Firmen sprachen von einer Verbesserung. Zugleich bewerteten die Befragten Lieferungen nach und aus China aber als schwierig. Die Kosten dafür seien gestiegen, vor allem für Luftfracht.

„Unternehmen, die für den lokalen Markt produzieren und einen hohen Lokalisierungsgrad haben, sind jetzt klar im Vorteil“, sagte die Geschäftsführerin des VDMA in China, Claudia Barkowsky.

Der seit dem 28. März eingeführte Einreisestopp in China bereite den Maschinenbauern allerdings  neue Probleme. Wie Barkowsky weiter betonte, sei die Inbetriebnahme neuer Produktionslinien häufig ohne Unterstützung aus dem Stammsitz nicht möglich.

Servicetechniker würden gebraucht, und zum Teil seien auch die ausländischen Manager noch nicht wieder zurück in China, berichtete Barkowsky. Eine Aufhebung des Einreisestopps sei jedoch nicht in Sicht.

China will Wiederaufbau der Weltwirtschaft starten

Ende März rief die chinesische Zentralbank die Länder zur koordinierten makroökonomischen Politik zum Wiederaufbau der Weltwirtschaft wegen der Corona-Pandemie auf.

Wie der stellvertretende Chef der Volksbank Chinas, Chen Yulu, mitteilte, werde die chinesische Zentralbank die Frage zum Wiederaufbau der Weltwirtschaft mit den Chefs der US-Notenbank Fed und des Internationalen Währungsfonds (IWF) besprechen. Ihm zufolge muss nun die Handels-, Fiskal- und monetäre Politik in den Fokus rücken.

Laut den von Bloomberg befragten Experten könnte die Wirtschaft Chinas in diesem Jahr nur um 2,9 Prozent wachsen. So soll im Laufe der Einstellung der Geschäftsaktivität von Januar bis Februar wegen der Corona-Epidemie das chinesische BIP nach dem ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mindestens sechs Prozent sinken, meinen 17 der von Bloomberg befragten Banken, darunter Barclays, Oxford Economics, Nomura und S&P.

ns/ae/dpa/sna

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