In einer Pressekonferenz bestätigte der Minister , dass man in Österreich genau den Prognosen der Experten entspreche. 

7040 bestätigte Corona-Infektionen gebe es derzeit im Land.

 „Das ist ein Plus von 18 Prozent”, so Anschober. „Das zeigt, dass Maßnahmen zu wirken beginnen”. 

Anfangs hätten die Zahlen bei 30, 35 oder gar 40 Prozent gelegen. Vor elf Tagen sei das erste große Paket präsentiert worden. Hier gebe es immer Verzögerungen, was die Wirksamkeit solcher Maßnahmen betreffe.

Entgegen der Ankündigung hat die Regierung am Freitag nun aber doch keine umfassende Bilanz der Wirksamkeit der Maßnahmen gegen die Corona-Krise vorgelegt. Eine Evaluierung solle am Montag erfolgen, dann werde man mehr sagen können.

„Wir arbeiten am Wochenende an unserer größeren Evaluierung für die erste Zwischenbilanz und werden diese am Montag präsentieren“, so Anschober.

Grund zum Aufatmen gebe es momentan aber nicht. Bis Ostern müsse man einstellig werden, so der Gesundheitsminister. Das wichtigste sei, die tägliche Zuwachsrate auf vier oder fünf Prozent herunterzubekommen. Dann werde entschieden, welche Maßnahme wie lange und in welcher Intensität aufrecht erhalten werde.

„Bleiben Sie Zuhause“

Der Gesundheitsminister riet Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören und auch älteren Menschen, dass sie zuhause bleiben sollten, um sich nicht einem unnötigen Risiko auszusetzen.

„Bleiben Sie Zuhause. Es ist kein Grund zur Panik, aber bleiben Sie Zuhause”, appellierte der Gesundheitsminister.

Mit einem Höhepunkt der Infektionswelle rechne Anschober Ende April bis Mitte Mai. „Das ist aber eine gewagte Prognose”, so der Minister. „Wenn der Peak später eintritt, dann ist er kleiner und das wäre positiver”, so Anschober.

Die aktuelle Hoffnung sei, die Maßnahmen schrittweise wieder aufzuheben, aber auch nur dann, wenn die Steigerungsrate bei den Neuinfektionen kontinuierlich unter zehn Prozent liege, meinte Anschober. Möglicherweise könne zumindest ein Teil des Schulbetriebs wieder aufgenommen werden. Ein normaler Alltag, wie man ihn in Österreich vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie kannte, scheint jedoch immer noch in weiter Ferne.

sm/ap

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