Mehr als 30 Staaten bitten Russland um Hilfe bei Lieferungen von Beatmungsgeräten

Im Rahmen der Corona-Krise stockt Russland die Produktion medizinischer Spezialtechnik massiv auf. Zur selben Zeit leiden die Krankenhäuser in vielen Ländern unter gravierenden Engpässen bei Beatmungsgeräten. Einige davon bitten Moskau nun um Unterstützung.

So haben inzwischen über 30 Staaten weltweit Anträge auf Lieferungen der lebensnotwendigen Respiratoren an Russland gestellt. Dies teilte der stellvertretende russische Minister für Industrie und Handel Oleg Botscharow gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit. Er sagte:

Wir wollen diese Situation nutzen, um unsere Produkte auf den globalen Markt zu bringen. Wir glauben, alles Nötige dafür zu haben, um unsere Kapazitäten und unser Potential – nicht nur auf dem Gebiet von Beatmungsgeräten, sondern auch anderer komplexer medizinischer Technik – zu konzentrieren und bis zum Jahresende ein spezielles Programm auf den Weg zu bringen.

Botscharow bekundete außerdem die Bereitschaft seines Ministeriums sowie des russischen Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und des Bundesamtes für technische Regulierung und Metrologie (Rosstandart), diesen Ländern in Zeiten der Pandemie beizustehen.

Dem Vize-Minister zufolge stocken die russischen Unternehmen die Produktion von medizinischen Geräten „im Tempo des Zweiten Weltkrieges“ auf. Allein im April sollen die Produktionsmengen um das Achtfache gesteigert werden. Im Mai soll Russland dann bereits 25 mal mehr und im Juni sogar 30 mal mehr Beatmungsgeräte herstellen.   

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