Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Der Mediziner habe am Freitagnachmittag bei Merkel eine vorbeugende Pneumokokken-Impfung vorgenommen.

Merkel habe am Sonntagabend entschieden, sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben, erklärte Seibert.

„Sie wird sich in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre. Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen.”

Bund und Länder beschließen Kontanktverbot

Zuvor war berichtet worden, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz auf ein Kontaktverbot einigten: Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden grundsätzlich verboten. Die Maßnahme soll für mindestens zwei Wochen gelten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Bayern lehnt Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen ab

Die Bayerische Staatsregierung hat am Sonntag beschlossen, das von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Krise vereinbarte Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht zu übernehmen.
Es soll bei der bayerischen Regelung bleiben, wonach man nur mit Angehörigen des eigenen Hausstandes an die frische Luft gehen darf. Das teilte die bayerische Staatskanzlei mit.

Mehr als 22.000 Infizierungen in Deutschland

Die Anzahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen in Deutschland ist auf über 22.100 gestiegen. Dies meldete „Focus Online” am Sonntag unter Verweis auf die Johns-Hopkins-Universität.

Das Robert-Koch-Institut meldete am Sonntag allerdings 18.610 Infizierte – 1948 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten liegt demnach am Sonntag bei 55. Außerdem teilte das Institut mit, ein Patient sei am Samstag fälschlicherweise als verstorben gemeldet worden.

ta/dpa

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