Sie sei „sehr, sehr gut beschäftigt“, berichtete die CDU-Politikerin, die sich am vergangenen Sonntag in häusliche Quarantäne begeben hatte, nachdem ein Arzt, der ihr vorher eine Schutzimpfung gegeben hatte, positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Sie verbringe viel Zeit in Videokonferenzen und Telefonschalten, sagte Merkel am Donnerstagabend in einer ebenfalls telefonisch abgehaltenen Pressekonferenz.

„Trotzdem fehlt mir so ein bisschen, dass ich zum Beispiel bei den Kabinettssitzungen jetzt nicht persönlich dabei sein kann, dass ich die Leute dann nicht sehe oder dass man eben gar keinen persönlichen Kontakt jetzt hat“, so Merkel.

Merkel nahm am Donnerstag erst an einer G20-Videokonferenz und dann am ebenfalls virtuellen Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU teil.

Zu diesem Treffen sagte sie: „Man hat doch gemerkt, (…), dass durchaus auch Arbeit an strittigen Texten möglich ist durch ein diszipliniertes Sich-Melden und Sprechen.“

Zwar könne man nicht am Verhandlungstisch herumlaufen und durch Gespräche herausfinden, ob ein Kompromissvorschlag durchgehen könnte. „Aber auf der anderen Seite kann man sich ja gegenseitig auch mal eine Message schreiben. Insofern ist das so, dass man doch ganz gut arbeiten kann.“ Sie haben den Videogipfel „recht interessant“ gefunden. „Aber es ist nicht ganz so gut, wie wenn man persönlich miteinander zusammensitzt.“

ai/dpa

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