Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

Corona-Krise: Merkel wendet sich mit Ansprache ans Volk

Am Mittwochabend wandte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Fernsehansprache an die Bürgerinnen und Bürger und mahnte, jeder einzelne müsse sich zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus an die Auflagen halten.

Die Bundeskanzlerin erklärte wörtlich: „Lassen Sie mich sagen: es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst“. Seit dem Zweiten Weltkrieg habe es keine Herausforderung mehr gegeben, bei der es so sehr auf das gemeinsame solidarische Handeln ankomme.

Es sei wichtig, nun Abstand zu halten und unnötige Begegnungen zu vermeiden. Hamsterkäufe seien hingegen sinnlos und unsolidarisch, so die Kanzlerin. Merkel betonte, die Lebensmittelversorgung sei jederzeit gesichert.

Covid-19: Erstmalig keine Neuinfektion in China

China verzeichnet zum ersten Mal seit Ausbruch des Coronavirus keine Neuinfektion. Nach chinesischen Behördenangaben gebe es zwar 34 neue Corona-Infizierte, diese seien aber aus dem Ausland eingereist. 81.000 Menschen in China sind an Covid-19 erkrankt, über 3200 sind verstorben.

19.000 „Reichsbürger“ in Deutschland

Laut einem Bericht der Funke-Mediengruppe zählt das Bundesamt für Verfassungsschutz 19.000 sogenannte Reichsbürger in der Bundesrepublik, 950 davon seien bekannte Rechtsextremisten. Über Waffenscheine verfügten 530 Angehörige der Szene. Der Verfassungsschutz beobachtet die Reichsbürger seit fast vier Jahren und hat nach eigenen Angaben mindestens 790 Personen die waffenrechtliche Erlaubnis entzogen.

Erstes Urteil im Cum-Ex-Prozess

Am Landgericht Bonn ist am Mittwochabend das erste Urteil im ersten Strafprozess wegen der sogenannten Cum-Ex-Geschäfte ergangen. Zwei britische Aktienhändler wurden wegen Steuerhinterziehung zu Bewährungsstrafen von 22 beziehungsweise 12 Monaten verurteilt. Zudem ordnete das Gericht an, 14 Millionen Euro aus dem Vermögen des Hauptangeklagten einzuziehen.

Die Angeklagten sollen von 2006 bis 2011 mit Aktiendividenden getrickst und den deutschen Staat um rund 440 Millionen Euro betrogen haben.

NRW-AfD will „Flügel“ auflösen

Rüdiger Lucassen, Vorsitzender der AfD in Nordrhein-Westfalen, hat in einem Brief an den Bundesvorstand die Auflösung des „Flügels“ gefordert. Der rechtsextreme Anschlag in Hanau und die Beobachtung des „Flügels“ durch den Verfassungsschutz habe zu einer Austrittswelle geführt und die Partei verliere täglich bewährte Mitglieder, so Lucassen. Der „Flügel“ ein ein „Quell von Streit und personellen und organisatorischen – weniger politischen – Auseinandersetzungen“.

Vom AfD-Bundesvorstand forderte Lucassen, den „Flügel“ aufzulösen und seinen Mitgliedern, zu denen auch Björn Höcke gehört, Auftritte unter dem Parteilogo zu verbieten.

ip/dpa

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