Jeder, der mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und anderen syrischen Politikern gesprochen habe, habe nicht den Eindruck bekommen, dass Damaskus nur auf eine militärische Lösung des Konflikts setze.

„Die militärische Konfrontation zwischen der Regierung und der Opposition ist zu Ende. Es gibt nur zwei Krisenherde“, so Lawrow in einem Interview für den Sender Al-Arabiya. Der erste solche Herd sei Idlib, dessen Territorium von der Terrorgruppierung Haiʾat Tahrir asch-Scham* kontrolliert werde.

Zwischen den Regierungskräften und der Opposition gebe es derzeit keine militärischen Zusammenstöße.

„Der zweite (Krisenherd – Anm. d. Red.) ist das östliche Ufer des Euphrats, wo sich die dort illegal stationierten US-Soldaten mit separatistischen Kräften zusammengeschlossen haben, und wo sie mit den Kurden verantwortungslos ,spielen‘.“ Die Amerikaner hätten damit begonnen, das Öl für ihre eigenen Zwecke illegal zu pumpen, ohne jeden Respekt für die Souveränität Syriens.

Das von den USA unterstützte arabisch-kurdische Militärbündnis „Demokratische Kräfte Syriens“ (SDF) kontrolliert einige Gebiete in den Provinzen Aleppo, al-Hasak und Deir ez-Zor. Die syrische Regierung hat den Kurden mehrmals angeboten, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Doch die Kurden weigern sich, einen Kontakt zur syrischen Führung herzustellen, und setzen auf die Unterstützung durch Washington.

*Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

ta/gs

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