Das Forscher-Team um Joseph Makin und Edward Chang arbeitete nach Angaben des Portals EurekAlert mit Epilepsiepatienten zusammen. Bei ihnen waren zur Beobachtung ihrer Erkrankung bis zu 250 Elektroden in die Hirnrinde implantiert worden.

Die Probanden mussten Sätze lesen und wiederholen. Die elektrischen Impulse ihrer Nervenzellen wurden gemessen und es wurde ein Elektrokortikogramm erstellt.

Künstliche Intelligenz analysiert Hirnströme

Daraufhin analysierte ein Programm die während des Experiments gemachten Audioaufnahmen und durchforstete die Hirnsignale nach Mustern. Diese ließen auf bestimmte Sprachelemente schließen, etwa Konsonanten und Vokale.

Die Forscher speisten dann die aus Wiederholungen der Sätze erkundeten kortikalen Darstellungen ins zweite Programm. Es sollte daraus wieder einen Text herauslesen.

Wortfehlerrate wie bei Programmen zur Spracherkennung

Die Fehlerquote der zweiteiligen KI belief sich auf drei Prozent. Viele Fehler hatten keine Verbindung zum ursprünglichen Text, weder eine phonetische noch eine semantische.

Trotzdem wiesen die Wissenschaftler darauf hin, dass die Wortfehlerrate mit der der typischen Programme zur Spracherkennung vergleichbar sei, so das Portal.

Der Ansatz könnte irgendwann einmal Menschen helfen, die nicht mehr in der Lage seien, sich zu artikulieren.

mo/mt

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