Der montenegrinische Präsident Milo Đukanović, hier bei einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP am 10. Februar 2020 in Podgorica, leitet die Geschicke seines Landes seit nahezu 30 Jahren.

Der kleine Staat an der Adria gehört zu den schönsten Flecken Europas. Doch die Idylle im Urlaubsparadies Montenegro trügt. Ausgerechnet Europas dienstältester Staatschef Milo Đukanović erhält nach Jahrzehnten unangefochtener Macht heftigen Gegenwind.

Souverän gewinnt Milo Đukanović mit seiner „Demokratischen Partei der Sozialisten Montenegros“ seit nahezu 30 Jahren eine Wahl nach der anderen. Der ehemalige Jungkommunist und Gefolgsmann des jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milošević überlebte politisch alle Umbrüche der 90er-Jahre in Ex-Jugoslawien, indem er sich, stets flexibel, immer wieder rechtzeitig auf die Seite der Sieger schlug. Doch seit Anfang des Jahres ist er mit heftigen Protesten der Bevölkerung konfrontiert.

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