„Die Hilflosigkeit der Zentralbehörden, die sich als einfach unfähig erwiesen, Gemeindebeamte zu rügen und diese verhöhnende Tätigkeit unter Verletzung der internationalen Verpflichtungen des Landes zu stoppen, ist befremdend. Das, was in Prag getan wurde – und das ist ein Verbrechen – kann in unseren bilateralen Beziehungen zu einem langfristigen Reizfaktor werden und wird ohne Zweifel nicht unbeantwortet bleiben“, so Sacharowa.

Das Denkmal für Konew wurde Ende der 1970er – Anfang der 1980er Jahre auf Initiative der Stadtverwaltung in Prag errichtet. Es wurde auf Kosten der einheimischen Einwohner aus Dankbarkeit dafür gebaut, dass der Heerführer befohlen hatte, während der Befreiung der Stadt von den Nazis im Mai 1945 keine schwere Artillerie einzusetzen, um die Gebäude zu erhalten.

Im September 2019 beschlossen die Behörden des Bezirks Prag-6, in dem sich das Denkmal befand, es zu verlegen oder an private Eigentümer zu übergeben. Am 3. April wurde das Konew-Denkmal vom Sockel entfernt.

Der Sprecher des tschechischen Präsidenten Milos Zeman, Jiří Ovčáček, bezeichnete den Abriss des Denkmals als eine Schande für das Land. Ovčáček wies darauf hin, dass der Marschall das Vernichtungslager Auschwitz und die Tschechoslowakei von den deutschen Nazis befreit habe.

Die russische Botschaft drückte ihrerseits dem tschechischen Außenministerium entschiedenen Protest  aus.

Der Verteidigungsminister Sergej Schoigu forderte den Leiter des Ermittlungskomitees, Alexander Bastrykin, auf, ausländische Beamte zur strafrechtlichen Verantwortung zu ziehen, die den Abriss der Denkmäler für sowjetische Soldaten zugelassen haben.

ek/mt/sna

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