„Jetzt wird eine neue Provokation vorbereitet – ein gewisser ‚Marsch auf die Krim’ am 3. Mai. Die Organisatoren – Mitglieder der sogenannten ‚Medschlis des Krimtatarischen Volkes’*– beabsichtigen im wahrsten Sinne, über die russische Staatsgrenze auf die Halbinsel durchzubrechen“, sagte Sacharowa am Donnerstag.

Moskau fordere Kiew auf, solche Pläne aufzugeben, betonte sie.

„Durch die Eskalation der Situation auf der Krim setzt die Europäische Union die unmenschliche Praxis der Visa-Diskriminierung der Krim-Bewohner fort. Diese Praxis widerspricht nicht nur den wichtigsten internationalen Standards im Bereich der Menschenrechte, sondern auch einer Reihe grundlegender Dokumente der EU selbst“, unterstrich Sacharowa.

Zuvor hatte der Ex-Abgeordnete der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament – Anm.d.Red.) und Leiter der extremistischen Organisation „Medschlis des Krimtatarischen Volkes“ Refat Tschubarow gegenüner dem ukrainischen Sender „Fünfter Kanal” das Vorhaben bekannt gegeben, Anfang Mai die Grenze zur Krim am Kontrollpunkt Tschongar zu überqueren.

Ihm zufolge werden in einem Fußmarsch auf die Halbinsel aus der Ukraine an vorderster Front Mitglieder der Organisation sowie Abgeordnete und „westliche Partner“ sein. Dabei schloss Tschubarow ein gewaltsames Szenario nicht aus.

Der Leiter der regionalen national-kulturellen Autonomie der Krimtataren Ejvas Umerow warnte die Initiatoren der „Kampagne“ vor vorschnellen Aktionen. Der Chef der Halbinsel, Sergej Aksjonow, rief seinerseits die Organisatoren dazu auf, über die Folgen einer solchen Provokation nachzudenken.

*Extremistische Organisation, in Russland verboten

sm/gs

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.