Laut ehemaligen und amtierenden US-Beamten soll die amerikanische Administration die Möglichkeit für entschlossene Gegenmaßnahmen erwogen haben. Laut dem TV-Sender NBC sagte Präsident Trump seinen hochrangigen Sicherheitsberatern, eine „aggressive Antwort“ sei wegen der Coronavirus-Ausbreitung „kein richtiger Schritt“.

Trump habe dabei seine Besorgnis darüber gezeigt, dass die USA im Fall eines „harten Gegenschlags“ gegen den Iran in einer solchen Zeit schlecht aussehen würden, wenn der Iran und andere Länder versuchten, die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit zu verhindern.

Hintergrund

Am 11. März waren bei einem Angriff auf den Tadschi-Stützpunkt (Camp Taji), auf dem Militärs der USA und Großbritanniens stationiert sind, zwei Amerikaner und ein Brite getötet worden. 14 Menschen wurden dabei verletzt. Nach Angaben der Koalition sollen insgesamt 30 Raketen abgefeuert worden sein. Die Miliz „Kataib Hisbollah“ und iranische Behörden wurden für den Raketenangriff verantwortlich gemacht. 

Als Reaktion versetzten die USA am nächsten Tag Präzisionsschläge gegen Anlagen der schiitischen militanten Gruppe „Kataib Hisbollah“ im Irak.

Nach Angaben des irakischen Sicherheitsdienstes wurden sechs Menschen bei den US-Luftschlägen am Donnerstag getötet. Unter anderem sei der sich im Bau befindliche Flughafen in der Stadt Kerbela betroffen gewesen, hieß es. Die irakische Luftwaffe verurteilte die Luftangriffe der USA, die ihrer Ansicht nach gegen Prinzipien der Zusammenarbeit verstoßen.

ak/ip

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.