Polizeifahrzeug am Tatort in Marzahn

Nach dem brutalen Mord an einem Mädchen und seiner Mutter in Berlin vor einem Monat verhaftete die Polizei am Freitag einen Tatverdächtigen. Der Mann soll die Tat aus Habgier begangen haben. Der mutmaßliche Täter kommt wie seine Opfer aus Afghanistan.

Am Freitagnachmittag nahm die Berliner Polizei im Bezirk Tiergarten einen 32-jährigen Mann aus Afghanistan fest. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, ist der Mann dringend tatverdächtig, am 29. Februar in Marzahn eine Mutter und ihre neunjährige Tochter erstochen zu haben. Als Tatmotiv nannte die Polizei Habgier.

Der Mann, der im selben Haus wie seine Opfer lebte, soll zuerst die Frau getötet haben. Sein Motiv sei gewesen, an eine größere Geldsumme zu gelangen, die er in deren Wohnung vermutete. Das Mädchen habe er dann zur Verdeckung des Verbrechens erstochen. Auch bei den Opfern handle es sich um afghanische Staatsbürger. Zur Vernichtung seiner Spuren hatte der mutmaßliche Täter in der Wohnung einen Feuerlöscher entleert.

Der Familienvater fand die tote Tochter und seine Ehefrau nach der Heimkehr von der Arbeit und erlitt einen Zusammenbruch. Das Gewaltverbrechen hat unter den in Berlin lebenden Afghanen für erhebliches Aufsehen gesorgt. Zunächst war über einen möglichen Racheakt der Taliban spekuliert worden.

Am Samstag wurde gegen den mutmaßlichen Täter Haftbefehl erlassen. Er befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft.

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