Spezialkräfte brachten demnach die Situation auf dem Schiff unter Kontrolle. Ursprüngliche Berichte bestätigen, dass die Besatzung in Sicherheit und wohlauf sei.

Nach Informationen der Behörde besteht der Verdacht auf eine Entführung auf dem Tanker. Eine polizeiliche Ermittlung dauere an.

„An Bord befanden sich mehrere blinde Passagiere, die verbale Drohungen gegen die Crew ausgesprochen haben. Es wurden keine Verletzten gemeldet“, hieß es von der Polizei der englischen Grafschaft Hampshire.

Die Ordnungshüter arbeiten demzufolge mit der Küstenwache und mit den Grenzschützern zusammen, damit dieser Vorfall zu einem „sicheren Ende“ komme.

Zwischenfall vor Isle of Wight

Der 228 Meter lange und mehr als 42.000 Tonnen schwere Öltanker „Nave Andromeda“, der unter liberianischer Flagge unterwegs ist und zur Flotte der griechischen Firma namens Navios Tankers Management gehört, hatte Anfang Oktober in Nigeria abgelegt und hätte am Sonntagmorgen eigentlich im Hafen von Southampton ankommen sollen.

Über Stunden hinweg waren Polizei und Küstenwache rund um den Tanker im Einsatz gewesen, nachdem dieser am Sonntag einige Meilen von der Küste entfernt einen Zickzackkurs gefahren und außerplanmäßig geankert hatte. Die Auseinandersetzung mit den blinden Passagieren soll das Ankommen Southampton verhindert haben.

Nach Informationen des Schifffahrtsmagazins „Lloyd’s List“ sollen sich sieben blinde Passagiere in Nigeria Zugang zum Tanker verschafft haben. Als die Crew des Schiffes sie in eine Kabine habe sperren wollen, soll es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen sein. Die Besatzung habe sich jedoch bei dem Schifffahrtsregister melden können und habe nicht die Kontrolle verloren.

mo/mt/sna

Kommentar hinterlassen