Dies sei auf eine Klage der Firma „Moskauer Schulkind“ zurückzuführen, die 2019 wegen der Videos des von Nawalny gegründeten Antikorruptionsfonds (FBK) vor Gericht gegangen sei, hieß es.   

„Am 27. August, also eine Woche nach der Vergiftung von Nawalny, kündigten die Gerichtsvollzieher ein Verbot von Registrierungsmaßnahmen für seinen Anteil an einer Wohnung in Marjino (Stadtbezirk in Moskau – Anm. d. Red.) an. Dies bedeutet, dass die Wohnung nicht verkauft, gespendet oder verpfändet werden kann. Zur gleichen Zeit wurden Alexejs Konten gesperrt“, sagte Jarmysch.

Hintergrund

Im Jahr 2019 entschied ein Gericht in Moskau, dass 17 Aussagen in einem Videoclip und in einem Bericht über die Organisation der Verpflegung in Moskauer Schulen und Kindergärten unwahr und diffamierend für den geschäftlichen Ruf der Firma „Moskauer Schulkind“ seien. Zudem ordnete das Gericht an, 88 Millionen Rubel (knapp eine Million Euro) von FBK sowie Nawalny und Ljubow Sobol (Mitarbeiterin von FBK – Anm. d. Red.) einzufordern. 

Sie wurden außerdem verpflichtet, die Aufzeichnung und den Bericht mit unwahren Informationen von ihren Websites und Social-Media-Konten zu entfernen, aber auch eine Widerlegung in Form des Urteilsspruchs zu veröffentlichen.

Im Juli gab Nawalny die Schließung des Antikorruptionsfonds bekannt. Im August kaufte Jewgeni Prigoshin, der Chef des Unternehmens „Concord Management and Consulting“, die Schulden von Nawalny, Ljubow Sobol und FBK gegenüber der Firma „Moskauer Schulkind“ ab. Danach ging das Anspruchsrecht auf den Geschäftsmann über.

pd/mt/sna

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