Das slowakische Verteidigungsministerium strebe ein ausgewogenes Verhältnis zu Russland wie auch zu jedem anderen Land an, sagte Nad in einem Interview mit der Zeitung „Pravda

„Wer denkt, dass wir das Verhältnis mit Russland zur Hölle machen wollen, irrt sich gewaltig“.

Zugleich wolle die Slowakei „nicht so tun, als täte Russland uns gegenüber keine Schritte, die über die Grenze der freundschaftlichen Beziehungen hinausgehen“. Wenn die Regierung in Bratislava sähe, dass Moskau den „Bogen überspannt“, reagiere sie entsprechend.

„Solange sie uns mit Freundschaft und Verantwortung behandeln, behandeln auch wir sie entsprechend“, betonte Nad.

Er wolle die Vorstellung von sich selbst als einem „proamerikanischen Minister“ widerlegen und sich nur von den Interessen der Slowakei leiten lassen, sagte Nad. Dennoch werde die Slowakei seinen Nato– und EU-Verbündeten treu bleiben.

„Die Ungewissheit, die wir in den letzten vier Jahren beobachtet haben, wird zweifellos enden.“

Jaroslav Nad (39) gehört zu den führenden Köpfen der Partei Obyčajní ľudia a nezávislé osobnosti (slowakisch für „Gewöhnliche Leute und unabhängige Personen“), die nach dem Wahlsieg am 29. Februar die Regierungsbildung in der Slowakei übernahm. Zuvor hatte Nad neun Jahre im Verteidigungsministerium gearbeitet, unter anderem in den Vertretungen der Slowakei bei der Nato und der EU.

Die slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová hat am Samstag die neue Regierung bestätigt.

leo/sb

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