Der Übung wohnten demnach auch Mitglieder der Parteiführung sowie Generalstabschef Pak Jong Chon und Korpskommandeuren der Volksarmee bei. Die getesteten Raketen hätten die Insel erreicht, die als Übungsziel festgesetzt worden sei.

Zuvor hatte das südkoreanische Militär bekannt gegeben, dass Nordkorea am Samstag vermutlich zwei ballistische Kurzstreckenraketen vom Landkreis Sonchon (Provinz Pyongan-pukto) aus in Richtung Japanisches Meer abgefeuert hatte. Den Angaben zufolge flogen die Raketen bei einer Flughöhe von bis zu 50 Kilometern etwa 410 Kilometer weit.

Dies war bereits der dritte nordkoreanische Raketentest seit Jahresbeginn; zuletzt hatte Pjöngjang am 9. März Raketen abgefeuert.

„Das Demonstrationsfeuer sollte die taktischen Eigenschaften und die Stärke eines neuen Waffensystems bestätigen, das an die Einheiten der Koreanischen Volksarmee geliefert wird, und diese Eigenschaften den Kommandeuren der Volksarmee vor Augen führen“, schreibt die Nachrichtenagentur in Bezug auf die jüngste nordkoreanische Militärübung.

Die Übung habe die Merkmale der Lenkwaffen deutlich gezeigt, darunter unterschiedliche Flugbahnen und Fallwinkel, die Treffsicherheit der gelenkten Geschosse und die Leistungsstärke ihrer Sprengköpfe.

Die vor Kurzem entwickelten neuen Waffensysteme sowie die strategischen Waffen, die derzeit noch entwickelt würden, sollten einen „entscheidenden Beitrag“ zur Umsetzung der strategischen Parteiaufgabe leisten, „einer epochalen Veränderung der Verteidigungsstrategie“ des Landes, betonte Kim Jong Un.

„Wir müssen unsere Feuerstärke ausbauen, um jeden Feind außerhalb unseres Staatsgebiets vernichten zu können, sollte dieser wagen, militärische Aktivitäten gegen unser Land zu unternehmen“, zitiert die Nachrichtenagentur den nordkoreanischen Staatschef.

Am Freitag hatte Kim Jong Un zudem einen Artillerie-Feuerwettbewerb der kombinierten Großverbände der Westfront beobachtet, berichtete die KCNA.

Zuvor hatte der südkoreanische Generalstab die „unangemessene“ Aktion des Nordens verurteilt und Pjöngjang aufgefordert, die Raketentests umgehend zu stoppen: Diese würden zu einer Zeit durchgeführt, da die gesamte Welt gegen die Coronavirus-Pandemie vorgehe, hieß es.

asch/sb

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