Zum Deal äußerte sich Peskow am Montag mit folgenden Worten: „Wir halten ihn für wichtig. Das ist ein Beweis dafür, dass die Ölförderländer, die der Opec+ angehören, und eine Reihe anderer Länder einen Konsens und Verständnis erzielen“, um somit die Energiemärkte stabilisieren zu können.

Ferner sagte er, dass die erzielten Vereinbarungen dabei helfen würden, einen Ölpreissturz zu verhindern: „Derzeit werden unterschiedliche Kalkulationen angestellt, aber natürlich muss man auch längerfristige Bewertungen machen (…) aber natürlich kann dieser Deal die Ölpreise vor einem Sturz bewahren.“

„Wir sind der Meinung, dass dieser Deal geholfen hat, das Abdriften in einen Chaoszustand zu verhindern, und derzeit hilft, eine mehr oder weniger stabile Preis-Dynamik zu pflegen.“

Neue Opec+-Vereinbarung

Die im Verbund Opec+ vereinigten Ölproduzenten hatten sich am Sonntag auf eine Drosselung der Ölproduktion um 9,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) geeinigt. Die beispiellose Kürzung entspricht etwa zehn Prozent des weltweiten Angebots. Mexiko hatte sich bis zuletzt geweigert, die geforderten 400.000 Barrel beizusteuern und blieb bei seinem Angebot, 100.000 Barrel aus der Produktion zu nehmen. Die weiteren geforderten 300.000 Barrel pro Tag sollen die USA „ausgleichen“. Wegen der Haltung des zentralamerikanischen Landes verzögerten sich die Gespräche um vier Tage.

Ölpreissturz

Am 6. März waren Verhandlungen des Ölkartells Opec mit den im Kooperationsverbund Opec+ vereinten Förderländern, zu denen unter anderem Russland gehört, gescheitert. Die Teilnehmer konnten sich weder auf eine Änderung noch auf die Verlängerung der Vereinbarungen über die Drosselung der Ölförderung einigen. Russland wollte die bestehenden Bedingungen des Abkommens aufrechterhalten, während sich Saudi-Arabien für eine weitere Reduzierung der Ölförderung einsetzte.

Die Aufhebung der Einschränkungen in Bezug auf die Ölförderung ab 1. April verursachte einen Ölpreissturz, der durch die sinkende Nachfrage wegen der Coronavirus-Pandemie verstärkt wurde.

Russlands Präsident Wladimir Putin machte am 3. April das Verhalten Saudi-Arabiens neben der Covid-19-Epidemie für den Ölpreiseinbruch verantwortlich: Riad sei aus dem Opec+-Deal ausgestiegen, habe seine Ölförderung ausgebaut und sogar Rohöl-Rabatte angeboten.

Putin und Russlands Energieminister Alexander Nowak riefen die ölfördernden Länder zu gemeinsamen Aktivitäten auf. Russische Ölunternehmen seien zu einer Reduzierung der Ölgewinnung bereit, aber sie würden derartige Schritte lediglich gemeinsam mit anderen Förderländern einschließlich der USA unternehmen, hieß es.

ak/ae/sna

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